Zum Verbot gehört Aufklärung

Sie rufen Muslime zum Kampf gegen die Demokratie auf, glorifizieren Mord und Totschlag terroristischer Organisationen wie den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak und rekrutieren Jugendliche in Deutschland für den angeblichen heiligen Krieg. Und das ist nach dem Vereinsrecht erlaubt? Nein. Bundesinnenminister de Maizière hat sein Versprechen gehalten. Mit allen Mitteln des Rechtsstaates will er diesen militanten Salafisten entgegentreten. Kein Widerspruch.

Extremisten, die die Welt in Gute und Böse, in Gläubige und Ungläubige teilen und sich am Blutrausch ergötzen, muss das Leben in diesem Land schwer gemacht werden. Den Verein Tauhid Germany zu verbieten, ist eine Möglichkeit. Den radikalislamistischen Aktivisten wird es nicht gefallen. Sie dürfen die Embleme ihrer Vereinigung nicht mehr verbreiten, nicht öffentlich zeigen, ihr Vermögen wird konfisziert. Der Staat macht Druck. Er beobachtet, bekämpft und verfolgt sie strafrechtlich.

Darüber darf eines nicht vergessen werden. Die Aufklärung verstörter Geister. Die Salafisten-Szene in NRW zählt 1900 Mitglieder, mit steigender Tendenz. Um die Missionierung und die Radikalisierung junger Männer zu verhindern, gilt es, stärker auf Prävention zu setzen. Alle, die gedanklich mit dem Schwert spielen, müssen spüren und verstehen: Alternativlos ist dies nicht.