Zum Scheitern verurteilt

Die wahren Kosten der Massentierhaltung würden verschleiert, sagen Regierungsberater.
Die wahren Kosten der Massentierhaltung würden verschleiert, sagen Regierungsberater.
Foto: Matthias Graben / WAZ FotoPool

Betrachtet man die hässlichen Schattenseiten, die die Landwirtschaft verlässlich wirft, kann man all die Menschen verstehen, die auf Fleisch und Wurst verzichten, weil sich ihnen bei den Bildern der geschundenen Kreaturen in den Ställen der Magen umdreht. Auch die Forderung der Regierungsberater nach einem vollen Mehrwertsteuersatz für Fleisch, Eier und Milchprodukte klingt plausibel: Werden diese Nahrungsmittel teurer, dürften Verbraucher ihr Einkaufsverhalten ändern – zum Wohl von Tier und Umwelt. Das zur Theorie.

In der Praxis wird der Vorstoß nichts bewirken. Alles bleibt wie gehabt, dafür werden die Mächtigen in Landwirtschaft und Handel ohne Mühe sorgen. Zumal die Zahl der Verbraucher, die sich ihr Schnitzel vom Biohof und ein halbwegs sauberes Gewissen etwas kosten lassen, verschwindend gering ist. Die breite Masse will billiges Fleisch, günstige Wurst, preiswerten Käse. Keine Frage: Es wird geliefert.