„Zu viele“ Frauenin der Justiz?

Wer A sagt, muss auch B sagen. Es kann nicht sein, dass man laut von Frauenförderung tönt, aber sich hinterher, wie jetzt bei den Richterinnen, beklagt, dass zu viele Frauen die Chancen, die sich ihnen (endlich) bieten, auch ergreifen. Und sich dann wundern, dass sie „trotzdem“ schwanger werden.

Hinzu kommt: Frauen in der Justiz sind nicht deshalb so zahlreich, weil sie eine Quote erfüllen, sondern weil sie gut sind. Und weil sie bei ihrer Berufsplanung nicht nur an das Gehalt, sondern vielleicht auch schon an die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf denken. Wer wirklich will, dass sich etwas ändert und Mütter nicht insgeheim als Belastung für den internen Betriebsablauf betrachtet werden, muss vor allem für eines sorgen: Dass die Arbeitsbedingungen flexibler und Führungspositionen auch für Frauen mit Kindern möglich werden. Und zwar nicht nur in Behörden.