Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Roma

Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren

25.10.2012 | 18:31 Uhr
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
In Deutschland werden Roma als Asylbewerber zusammengepfercht untergebracht. Trotzdem ist Deutschland noch immer ein Sehnsuchtsort für sie.Foto: Winfried Labus, WAZ Foto Pool

Essen.  Angela Merkel flötet Hilfsbereitschaft gegenüber von Armut bedrohten Roma, tagsdarauf fordert ihr Innenminister Hans-Peter Friedrich, die Leistungen für Asylbewerber zu senken. Er schürt gezielt Ängste, wenn er von Asylmissbrauch spricht. So erbärmlich kann Politik sein.

Am Mittwoch ist in Berlin das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma eingeweiht worden. Es hat fast 70 Jahre gedauert, bis Deutschland sich zu diesen Opfern des Rassenwahns bekannt hat. Bei der Einweihung sagte Kanzlerin Merkel, dass Sinti und Roma noch heute von Armut und Ausgrenzung betroffen seien, und dass Deutschland ihnen helfen müsse.

Am Donnerstag hat Innenminister Friedrich, ebenfalls Mitglied einer Partei, die sich christlich nennt, erneut dafür geworben, die Leistungen für Asylbewerber zu senken, die aus sogenannten sicheren Drittstaaten nach Deutschland kommt. Worauf er abzielt, sind die Roma aus Serbien und Mazedonien. So erbärmlich beliebig kann Politik tatsächlich sein.

Asylbewerber werden in Turnhallen und Hochhäusern zusammengepfercht

Eines vorweg: Die Leistungen können nicht gesenkt werden. Sie mussten jüngst erhöht werden, weil das Bundesverfassungsgericht das eingefordert hat. Niedrigere Leistungen wären schlicht verfassungswidrig. Richtig ist: Die meisten der Roma kommen aus finanziellen Gründen hierher, weil weil sie sich ein besseres Leben wünschen. Hier werden sie in Turnhallen und Hochhäusern zusammengepfercht. Trotzdem ist Deutschland noch immer ein Sehnsuchtsort für sie. Zuhause leben Roma in noch schlimmeren Verhältnissen. Sie werden insbesondere in Serbien, aber auch in Mazedonien noch immer systematisch diskriminiert.

In deutschen Stadtteilen, in denen viele Flüchtlinge angesiedelt werden, entstehen schnell soziale Brennpunkte. Einheimische fühlen sich bedroht. Diese Ängste muss man ernst nehmen. Ressentiments sollte man aber nicht bedienen. Der Bundesinnenminister schürt aber Ängste, wenn er von Asylmissbrauch spricht. Das gab es schon einmal, in den 1990er Jahren. Damals waren viermal mehr Flüchtlinge in Deutschland als heute.

Bitte ohne Alarmismus und Demagogie

Asylmissbrauch war das Schlagwort, mit dem Rechtsradikale seinerzeit ihre Angriffe auf Flüchtlingsheime rechtfertigt haben. In diesem Jahr sind bislang rund 6000 Flüchtlinge aus Serbien nach Deutschland gekommen. Aus Mazedonien etwa 3500. Sie werden Deutschland wieder verlassen. Eine Chance auf Asyl haben sie ohnehin nicht. Aber ein Land, das zig Milliarden zur Rettung seiner Banken ausgibt, muss es sich leisten können, diesen Menschen für einige Zeit Obdach zu geben. Ganz ohne Alarmismus und Demagogie. Das gebieten schon historische Gründe.

Jan Jessen



Kommentare
27.03.2013
19:34
Wie nicht nur der Bundes-Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von sichau1 | #16

Das trifft auch auf den WAZ-Kommentar von Wilhelm Klümper vom 23.03.2013 ("Grüne verkennen Wirklichkeit") zu. Mit anderen Worten: So erbärmlich können Kommentare sein!

25.03.2013
16:38
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von bigkahuna | #15

Spannend, wie die Märtyrer sich hier selbst in die rechte Enge drängeln, um sich anschließend mit der Nazi-Keule selbst eins über den Kopf zu ziehen, diese dann an den Verfasser des obigen Artikels weiterreichen und dann empört rufen : "Wie kannst Du mich als rechtsradikal bezeichnen?
Seid mal nicht ganz so empfindlich, niemand wurde hier in dem Artikelals rechtsradikal bezeichnet !

04.03.2013
12:21
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von stinkestiefel | #14

Es ist immer wieder beängstigend zu sehen, wie wenig doch die meisten über das Thema "Roma" wissen, angefangen bei Herrn Friedrich, bis hin zu einigen geBildeten Kommentatoren, die leider immer wieder dieselben sarrazinesken Halbwahrheiten und Mutmaßungen auf den Tisch legen, ohne jedoch die Hintergründe von Migration zu kennen. Aber ich verstehe es ja, wenn ich nicht zufällig über einige Einblicke in das reale Leben von Migranten verfügen würde,würde ich vielleicht ähnlich reagieren. Da sind sie, die Schmarotzer, die, die unsere Sozialleistungen abgreifen, während es uns allen immer schlechter geht. Die in der City sitzen,betteln und klauen gehen,und manchmal sogar Leute anpöbeln. Und doch im Mercedes abgeholt werden...Gibt es alles, ist trotzdem Klischee,das sich Leute wie Herr Friedrich immer wieder zu Nutze machen.Außerdem:In ähnlicher Situation,das behaupte ich, würden wir alle es ganauso machen,wie jeder Flüchtling es nunmal tut.Bloß weg,dahin wo das Leben einen Tick besser ist!

1 Antwort
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von boehmann | #14-1

wohl den Lügengeschichten aufgesessen, der Versuch an Leistungen zu gelangen die lt. Gesetz jedem zustehen. Auf diese Art von Tourismus kann man getrost verzichten. Deutschland gibt sich als gnädiger Samatiter und provoziert seinen eigenen Untergang.
Mitlerweile bekommen die Sozialleistungstouristen mehr Unterstützung wie die einenen Bürger , die lebenslang ins soziale Netz eingespeist haben.Wer das nicht erkennt , will es nicht wahrhaben oder sitzt weit weg vom Geschehen, oder lebt davon.....

04.03.2013
10:58
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von FriedlicherBuerger | #13

Sehr geehrter Herr Jessen,
Ihre Verständnis der Deutschen Geschichte mag eines sein.
Das "Dritte Reich" liegt nun allerdings fast 68 Jahre zurück.
Sollte es denn wirklich so sein, dass folgende Generationen bis zum Sankt Nimmerleinstag dafür gerade stehen müssen, bitte ich auch die Zeit der Römer, Hunnen, Kelten, Wikinger, des Bonaparte usw. zu berücksichtigen. Hier steht dann der BRD bestimmt auch noch etwas zu, oder etwa nicht?
Es darf nicht weiter sein, dass dieses Kapitel immer wieder locker auf den Tisch gelegt wird. Rechtsradikale gibt es heutzutage in Russland, Frankreich, Italien, USA usw. wohl mehr als in Deutschland.
Also denke ich: Es ist langsam mal an der Zeit das Nazideutschland zu vergessen, ach ja, hatte das 3. Reiche keine Verbündeten? Welche waren das nochmal gleich?
Kann ich als Deutscher denn von den Rumänen oder Bulgaren die gleichen (Sozial-)Leistungen erwarten?
Herr Friedrich, bitte bleiben Sie am Ball. Weiter so.

1 Antwort
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von bigkahuna | #13-1

"Also denke ich: Es ist langsam mal an der Zeit das Nazideutschland zu vergessen,..."
Ich finde auch, daß man höchstens bis vorgestern zurückdenken sollte !

Dann kann man die verbleibene Hirnkapazität auch besser nutzen !

Wer sagt das denn dann eigentlich den Überlebenden der KZs, Ghettos, allen Opfern dieser grausigen 12 Jahre, die in Schulen über ihre Vergangenheit und darüber, wozu Menschen fähig sind, erzählen ?
Auch den Sinti und Roma, die sich das Denkmal nur übers Fernsehen ansehen dürfen?

Lehnen Sie eigentlich auch die positiven Erbschaften unserer Vergangenheit ab ?
Nee, für so doof halte ich Sie nun wirklich nicht !

04.03.2013
10:02
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von DifesSanoscri | #12

Der Innenminister der kunterbunten Republik Deutschland braucht keine Ängste zu schüren.
Dafür sorgen bestimmte Einwanderer mit ihrem Verhalten schon selbst.
Auch fehlende Präsenz und Konsequenz der Polizei schürt diese Ängste.

04.03.2013
09:04
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von stinkestiefel | #11

Das Recht auf Asyl ist ein Grundrecht, dass zunächst einmal jedem Menschen zusteht. Der Begriff des "Wirtschaftsflüchtlings" ist diskriminierend und außerdem Blödsinn. Wer die Lebensbedingungen der Roma in Serbien, Rumänien oder Bulgarien kennt, der weiß, dass wir hier nicht größtenteils von Leuten reden, die nur hierhin kommen um sich in irgendeiner Form zu bereichern. Unser Asylrecht ist ohnehin eines der restriktivsten die es gibt, politisches Asyl zu bekommen ist hier fast unmöglich. Natürlich darf man die Probleme mit den Flüchtlingen nicht schönreden,statt sich aber immer wieder auf die althergebrachte Mär vom "Wirtschaftsflüchtling" zu berufen, sollte man einfach mal nachdenken und das Asylrecht radikal anpassen. Und für Rumänen etwa gilt das eh nicht, die sind EU-Bürger wie wir und dürfen reisen wohin sie wollen, so ist das nunmal...

2 Antworten
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von FriedlicherBuerger | #11-1

Richtig, die EU-Bürger dürfen "Reisen" wohin diese wollen, auch nach Deutschland.
Es gibt in Deutschland genügend Hotels in welchen diese EU-Bürger sich dann zum Selbstkostenpreis einchecken können.
Denn ´"Reisende" beantragen ja auch keine Sozialleistungen, kostenlose Unterkünfte usw.

Liebe Osteuropäer, unsere Hotels freuen sich auf Ihre zahlreichen Buchungen. Besuchen Sie Deutschland mit seinen zahlreichen kulturellen Angeboten, genießen Sie Ihren 90tägigen Familienurlaub in unseren ausgezeichneten Wellness-Hotels.
Selbstverständlich können Sie diesen Urlaub auch von Rumänien oder Bulgarien aus buchen.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt, bis zum nächsten mal.

Herr Friedrich, bleiben Sie am Ball!

Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von stinkestiefel | #11-2

Es geht hier nicht ums Reisen, es geht darum, dass wir auch innerhalb der EU ein enormes Wohlstandsgefälle haben, und die Roma stehen überall am alleruntersten Ende der Skala. Zudem werden sie verfolgt, zumindest pseudo-politisch. Betrachtet man die rechtsnationale Bewegung in vielen Staaten wie etwa auch Serbien, dann gibt es schlichtweg auch außerhalb der rein materiellen Not Gründe für Roma, ihre Heimat zu verlassen. Und nochmal: Wenn man sieht, unter welch menschenunwürdigen Zuständen Roma in ganz Europa leben müssen, dann kann man ihnen nicht wirklich verübeln, dass sie dahin gehen, wo sie zumindest halbwegs menschlich behandelt werden....die meisten wissen nur nicht, dass Deutschland da nicht unbedingt die erste Adresse ist. Hier will sich niemand bereichern, das tun andere, nur die haben die deutsche Staatsangehörigkeit und einen Mercedes vor der Tür...

04.03.2013
08:58
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von buntspecht2 | #10

Herr Jan Jessen haben sie welche bei sich aufgenommen oder auch nur auf irgend einer weise Kontakt mit diesem Personenkreis gehabt wahrscheinlich nicht aber pauschal Bürger als rechtsradikale bezeichnen ist schon mies.

23.02.2013
17:03
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.01.2013
09:43
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

21.01.2013
10:37
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von EdVanGhoul | #7

Sehr geehrter Herr Jessen.
Ich habe Ihren Artikel sehr genau gelesen und stimme Ihnen zu, dass viele der Roma aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommen und Asyl beantragen.
Dieses wird Ihnen nach dem Asylrecht dann nicht gewehrt und die Personen/Familien werden ausgewiesen. Auch stimme ich Ihnen zu, dass zum Teil die Wortwahl der Politiker recht irreführend ist und sich vom Inhalt her wiedersprechen kann.
Was ich jedoch als Zumutung empfinde ist Ihr versuch, alle Bürger der BRD als Rechtsradikal abzustempeln, wenn man es leid ist von anderen für das eigene persönliche wohl ausgebeutet zu werden. Die Verbrechen des dritten Reiches und der NS-Zeit waren grausam und sollten sich nicht wiederholen.
Jedoch hat der Staat Deutschland in erster Linie eine Führsorgepflicht gegenüber den "eigenen Bürgern" und nicht der Welt gegenüber.
Ausserdem bezweifle ich, dass Sie in einer Gegend wohnen, wo Sie direkten Kontakt zu entsprechenden Asylbewerbern haben.

1 Antwort
Wie der Innenminister Roma benutzt, um Ängste zu schüren
von buntspecht2 | #7-1

#7 Volle Zustimmung.

Aus dem Ressort
Die Suche nach dem Kapitän im DFB-Team
Nationalelf
Der Bundestrainer braucht einen Nachfolger für Philipp Lahm, der im Spiel gegen Argentinien nicht mehr als Kapitän auflaufen wird. Es gibt ein paar Kandidaten: Manuel Neuer etwa, oder Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira oder Mats Hummels. Und für jeden gibt es gute Argumente. Ein Kommentar.
Union kann AfD nicht ignorieren
Sachsen-Wahl
Es wird höchste Zeit, dass sich die CDU und die anderen Parteien mit den Euro-Kritikern von der AfD offen auseinandersetzen. Ignorieren hilft nicht, das hat die Wahl in Sachsen bewiesen.
Die Städte-Familie streitet ums Geld
Kommunal-Soli
In der „kommunalen Familie“, die gestern beschworen wurde, geht es zu wie mitunter im richtigen Familienleben: wenn’s um Geld geht, kennt man keine Verwandten. Der vom Innenminister verordnete „Soli“, den steuerstarke an finanzschwache Städte zahlen müssen, spaltet die Kommunen mehr als er sie...
Eisiger Gegenwind für Seehofer
Pkw-Maut
Wird sich die „Ausländer-Maut“ in der Koalition durchsetzen können? Im Grunde weiß so ziemlich jede, dass diese Maut-Pläne Murks sind. Nicht nur, weil es ungerecht wäre, am Ende nur Ausländer zahlen zu lassen, sondern auch, weil der bürokratische Aufwand groß und die Einnahmen eher klein wären. Es...
Wer will noch zur Feuerwehr?
Politik
Den Feuerwehren ergeht es wie so vielen Betrieben im Land: Sie erschrecken regelrecht vor dem geringen Niveau vieler Bewerbungen. Nun gehört Klappern zum Handwerk und wir können davon ausgehen, dass Ausbilder schon im alten Rom den Nachwuchs für den Untergang des Abendlandes verantwortlich machten....
Atomkraftwerke im Visier
Ukraine
Wer könnte so wahnsinnig sein, ein Atomkraftwerk anzugreifen? Die Folgen einer Kernschmelze kennen die Menschen in der Ukraine: In Tschernobyl ruht der einstige Stolz der Atomindustrie in einem Betongrab. Mit derselben Inbrunst kann man fragen: Wer könnte so wahnsinnig sein, ein Passagierflugzeug...
S04 kann sich in der Königsklasse nur selbst im Weg stehen
Kommentar
Schalke gegen Chelsea, Dortmund gegen Arsenal, Bayern gegen Manchester City: Alles schon mal gesehen. Und trotzdem wird es wieder spannend zugehen. Auf den ersten Blick haben die Bayern die schwerste Champions-League-Gruppe aller deutschen Teilnehmer erwischt. Ein Kommentar.
Noch ein langer Weg
Fussball
Trainer Mirko Slomka wollte im Volkspark einen neuen HSV präsentieren. Doch wie in der Vorsaison agieren die Hanseaten ängstlich und kassieren ein blamables 0:3 gegen Paderborn - ein Kommentar:
Warum Bayerns Transferpolitik den Fans spanisch vorkommt
Kommentar
Weltmeister Toni Kroos wegen offenbar zu hohen Gehaltsforderungen gehen lassen und im Gegenzug einen nicht minder teuren Altstar aus Madrid holen - diese Transferpolitik überfordert selbst Bayern-Fans. Ein Kommentar
Tauziehen um Kurt - Ausbildungsvereine gehören geschützt
Kommentar
Wird das Tauziehen zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München um Sinan Kurt vor Gericht entschieden, steht mehr als nur ein Wechsel auf dem Spiel. Es geht um den Schutz der Ausbildungsvereine. Ein Kommentar
Ist Bayern-Boss Rummenigge nur eine Kopie von Uli Hoeneß?
Kommentar
Bayern München will den 18 Jahre alten Offensivspieler Sinan Kurt aus Mönchengladbach verpflichten. Seit Wochen wird gepokert. Jetzt hat sich auch noch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eingemischt: „Dann kommt Kurt 2015 halt kostenlos“, sagte er gegenüber der Rheinischen Post - ein Kommentar.
Wenn der Chef am Feierabend noch nervt
Arbeitswelt
Beim Chemie-Riesen Evonik greift eine E-Mail-Bremse. Die Zahl der Mitteilungen, die Chefs ihren Mitarbeitern am Wochenende schicken, hat sich halbiert. Das zeigt: Ein Gesetz braucht man nicht. Vernunft reicht.
Lernen von den Niederlanden
Terror-Sympathisanten
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die alle alarmiert, ist keine neue Bedrohung. Es klingt manchmal so, vielleicht, um die Waffenlieferungen für die Kurden im Nord-Irak besser begründen zu können. Aber schon in Syrien ging IS brutal und barbarisch vor. Da war er Teil der Allianz gegen Assad –...
Das dauernde Tuchel-Getuschel tut Schalke nicht gut
Kommentar
Auf Schalke nichts Neues: Solange der im Winter schon als Nachfolger von Jens Keller auserkorene Thomas Tuchel zu haben ist, löst jeder Rückschlag der Königsblauen eine Trainerdiskussion aus – ob der Vorstand das wahrhaben will oder nicht. Ein Kommentar.
Schäuble bastelt an Wählerbetrug
Maut
Als hätte man nicht zumindest geahnt, dass die leidige Mautdebatte noch unangenehme Überraschungen zu bieten haben würde. Dass es jedoch Finanzminister Schäuble sein würde, der ganz offen an einem Wählerbetrug arbeitet, war nicht zu erwarten. Noch viel weniger, dass der Merkel-Getreue seine...
Wildtiere nicht willkommen
Ärger um Wisente
Typisch Deutschland. Alles ist durch Paragrafen und Vorschriften so genau geregelt, dass es keinen Freiraum für Experimente gibt – seien sie auch noch so gut und sinnvoll. Jetzt sollen die friedlich und frei im Rothaargebirge streunenden Wisente wieder eingepfercht werden.
Doppeltes Versagen
Umgang mit Katastrophen
Das UN-Flüchtlingswerk ist nicht bekannt dafür, Dinge zu dramatisieren. Mit Blick auf die Situation der syrischen Flüchtlinge wäre das auch nicht möglich, weil deren Drama kaum größer sein könnte – und der Winter erst noch kommt. UN-Flüchtlingskommissar Gueterres hat nun harte Worte formuliert und...
AKW als tickende Zeitbomben
Atomkraft in der Ukraine
Als wäre die militärische Eskalation im Osten der Ukraine nicht schon besorgniserregend genug. Jetzt wird deutlich, dass auch gewaltige nukleare Gefahren drohen. Und die sind von Kiew allein nicht zu beherrschen. Die ukrainischen Atommeiler gelten ohnehin als unsicher. Die Tschernobyl-Katastrophe...
Reden ist der Schlüssel
Ukraine-Krise
Niemand hatte sich von dem Krisentreffen der Präsidenten der Ukraine und Russlands eine Lösung des Konfliktes erhofft. Das wäre auch reichlich realitätsfremd gewesen. Und doch gibt es Grund zur Hoffnung. Immerhin wurden weitere Gespräche vereinbart. Beide Kontrahenten müssen alle offenen Fragen...
Städte brauchen dringend Hilfe
Flüchtlinge
Die Kommunen brauchen dringend Hilfe bei der Unterbringung der vielen Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten dieser Welt. Es bedarf eines staatlichen Bauprogramms zur Schaffung weiterer Flüchtlingsunterkünfte. Ob man dafür unbedingt einen EU-Flüchtlingskommissar benötigt, ist allerdings zweifelhaft.
Unabhängige Kontrolle fehlt
Organspende-Skandal
Mit Manipulationen ist es noch immer möglich, Patienten auf der Warteliste nach oben zu bringen. Das muss sich dringend ändern. Geschieht nichts, wird es noch schwieriger, Menschen von einer Organspende zu überzeugen. Und das wäre – im wahrsten Sinne – tödlich.
Nicht mehr und nicht weniger
Staatsüberschüss
Ein Kommentar von
Im Abseits
Streikaktionen der Bahn
Ein Kommentar von
Die Rückkehr von Shinji Kagawa stärkt den BVB
Transfer
Auf diese Nachricht hatten die Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund schon lange gewartet: Shinji Kagawa kehrt aus England zurück. Seit Sonntagnachmittag ist dieser aus BVB-Sicht sinnvolle Transfer perfekt - aber die Erwartungen dürfen nicht ausufern. Ein Kommentar
Keine Aufwertung in Sicht
EU-Personalien
Ein Kommentar von
In der Sackgasse
Maut-Pläne
Die Union zerpflückt die Maut-Pläne weiter. Als Herr der Kfz-Steuer lässt Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Alternative zu den unausgegorenen Vorstellungen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt ausarbeiten. Mit diesem Vorstoß geht das umstrittene Vorhaben bei den Christdemokraten in die...
Ein Drama ohne Ende
Kommentar
Schon seit geraumer Zeit übersteigen die Nachrichten von den Krisengebieten dieser Welt unser in den letzten Jahrzehnten so behütetes Vorstellungsvermögen.
Ein Drama ohne Ende
Kommentar
Schon seit geraumer Zeit übersteigen die Nachrichten von den Krisengebieten dieser Welt unser in den letzten Jahrzehnten so behütetes Vorstellungsvermögen.
Der Linken geht ein Stück Professionalität verloren
Linke-Parteitag
Von einem Aufbruch ist die Partei Die Linke nach der Wahl von Katja Kipping und Bernd Riexinger zur neuen Führungsspitze weit entfernt. Im Gegenteil: Das unerfahrene Duo könnte sich für die Linkspartei zu einem klassischen Eigentor entwickeln. Ein Kommentar.
Der Mut der Verzweiflung
Thyssen-Krupp
Ist es Mut oder pure Verzweiflung, die Vorstand und Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp zum Abschied aus dem Stahlgeschäft in Übersee treiben? Es ist ganz klar beides.
Fotos und Videos
Feuerzauber in Oberhausen
Bildgalerie
Feuerwerk
Tausende beim Color Run
Bildgalerie
Flughafen Essen-Mülheim
Weitere Nachrichten aus dem Ressort