Wichtige Hilfen

Der Einstieg in extremistische Szenen ist einfach, der Ausstieg umso schwieriger. Es ist schwer, ein zementiertes Weltbild zu zertrümmern; es schmerzt, lang gepflegte Freundschaften aufzugeben; es ist beängstigend, dass alte Kameraden oder Glaubensbrüder plötzlich zur Bedrohung werden. Aussteigerprogramme sind eine wichtige Hilfe. Es ist gerechtfertigt, dass der Staat Geld ausgibt, um jene wieder aufzufangen, die die demokratische Grundordnung zerstören wollen und eine Gefahr für die Gesellschaft sind. Jeder Nazi, jeder Salafist, der seiner Szene den Rücken kehrt, ist ein Sieg für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit. Bei staatlichen Aussteigerprogrammen muss eben nur gewährleistet sein, dass sie nicht den Sicherheitsbehörden als Informationsbeschaffungskanäle dienen – ein schwieriger Balance-Akt. Besser sind staatlich gestützte private Initiativen.

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