Politik

Werbung – selten ohne Eigennutz

Banken, Firmen und andere Organisationen stellen Schulen gerne Flyer, Hefte oder Lehrbücher zur Verfügung. Geht das?
Banken, Firmen und andere Organisationen stellen Schulen gerne Flyer, Hefte oder Lehrbücher zur Verfügung. Geht das?
Foto: Ralf Rottmann

Ist es schlimm, wenn Banker Kindern etwas von Aktien und vom Sparen erzählen? Ist es ein Problem, wenn Stromkonzerne in Schulen ihre Einschätzungen zu erneuerbaren Energien und Braunkohle verbreiten?

Eigentlich nicht. Aber Vorsicht ist angebracht. Denn Schul-Sponsoring geschieht nie uneigennützig. Es wäre ja denkbar, dass die Sponsoren namentlich überhaupt nicht in Erscheinung träten, sagt der Chef der Gewerkschaft VBE, Udo Beckmann. Aber er weiß, dass Firmen nichts davon halten, Gutes zu tun,und dann auf die Selbstdarstellung verzichten.

Profi-Agenturen für Schulwerbung verstecken sich gar nicht erst hinter Moral und Gemeinnützigkeit. Zitat: „Je früher ein Konsument an eine Marke herangeführt wird, umso geringer ist später die Wechselbereitschaft auf andere Marken.“ Der Landesregierung ist zu raten, dass sie das Thema Werbung an Schulen wieder ernster nimmt. Und tatsächlich eine Prüfstelle einrichtet, die den Schulen dabei hilft, zu entscheiden, ob ein Werbe-Angebot seriös ist oder nicht.

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