ADAC

Wer wusste was?

Es bedarf keiner allzu großen Phantasie vorauszusagen, dass in Bälde über die ersten Durchsuchungsaktionen von Polizei und Staatsanwaltschaft in den Räumlichkeiten des ADAC zu berichten sein wird. Der Sumpf des von München aus agierenden Autoclubs wird tiefer, von Tag zu Tag. Und ein Grund ist nicht in Sicht.

Denn es stellt sich dem Außenstehenden ja schon die Frage, warum das eine Fahrzeug in einer renommierten Rangliste nach oben gehievt und das andere nach unten durchgereicht wird. So etwas macht ja niemand, weil er bloß einen Dumme-Jungen-Streich spielen möchte. Für so etwas gibt es stets ein Motiv – wie auch immer es in diesem Fall beschaffen sein mag.

Die Autofirmen tun, was zu erwarten war. Sie gehen auf größtmögliche Distanz zum Pannenclub. Aber spektakuläre Preisrückgabeaktionen werden ihnen nicht ersparen, dass man auch ihnen irgendwann Fragen stellt, ob sie etwas von diesen Betrügereien wussten.

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