Was Kuranyi und Federer trennt

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi will wieder in die Bundesliga. Zur Zeit hält er sich beim Regionaligisten 1. FC Saarbrücken fit.
Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi will wieder in die Bundesliga. Zur Zeit hält er sich beim Regionaligisten 1. FC Saarbrücken fit.
Foto: Oliver Dietze

Roger Federer ist 33 Jahre alt, Kevin Kuranyi auch. Deshalb stehen beide, der Tennisspieler und der Fußballer, im Spätherbst ihrer Karriere. Und damit enden ihre Gemeinsamkeiten auch schon.

Kevin Kuranyi, auf Schalke nicht gerade im besten Einvernehmen gegangen und in einer Kurzschlussreaktion vor der Nationalelf regelrecht geflüchtet, hat zuletzt fünf Jahre für Dynamo Moskau gekickt. Das wird sich finanziell über alle Maßen rentiert haben.

Sportlich dagegen hat sich Kuranyi, jedenfalls aus deutscher Sicht, aus dem Blickfeld gespielt. Man darf gespannt sein, ob sich tatsächlich ein Bundesligist findet, der auf den 33-Jährigen setzt, der oft mit Akzeptanzproblemen beim Publikum zu kämpfen hatte.

Publikum auf Seiten von Federer

Ganz anders Roger Federer. Noch am Tag nach seinem Sieg über Federer im Finale von Wimbledon stellte der neue Champion Novak Djokovic nüchtern fest, dass er gegen mindestens drei Viertel des Publikums hatte anspielen müssen.

Die Erklärung ist einfach: Kein Sportler kann die Uhr anhalten, aber manchmal schafft es einer der ganz Großen, sie langsamer ticken zu lassen. Das sind dann die, die das Publikum nicht gehen lassen möchte.

Bei anderen fragt es sich eher, ob das mit dem Comeback wirklich etwas bringt.