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Warum Olympia 2020 in Tokio für Thomas Bach brisant ist

08.09.2013 | 18:39 Uhr
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Warum Olympia 2020 in Tokio für Thomas Bach brisant ist
Dreimal Asien - das nächste Großturnier wird nach Europa oder Amerika gehen. Ein Problem für Bach?Foto: dpa

Buenos Aires.  Tokio ist Olympiastadt 2020 geworden, auch gut. Außerhalb der Kandidaten-Länder hat man die Entscheidung unaufgeregt zur Kenntnis genommen. Überall? Nicht überall. Denn für Thomas Bach, der Dienstag bei der Wahl zum IOC-Präsidenten antritt, kann die Entscheidung für Tokio ein Fingerzeig sein. Ein Kommentar.

Die Wahl der Olympiastadt 2020 lässt den normalen Sportfan eher kalt. Istanbul, Madrid oder Tokio? Alle Städte haben das Potential, um gute und sichere Sommerspiele auszurichten. Nun ist es eben Tokio geworden, auch gut. Außerhalb der Kandidaten-Länder hat man die Entscheidung unaufgeregt zur Kenntnis genommen.

Überall? Nicht überall. Denn für Thomas Bach, der Dienstag bei der Wahl zum IOC-Präsidenten antritt, kann die Entscheidung für Tokio ein Fingerzeig sein. Der Grund: Es gibt im IOC den Scheich Ahmed Al-Sabah aus Kuwait. Dieser verfügt über ein riesiges Vermögen, über Einfluss, und er möchte Olympia nach Kuwait holen.

Sein Problem: 2018 richtet Südkorea die Winterspiele aus, 2022 hat Katar die Fußball-WM. Nun hat auch noch Tokio 2020 die Sommerspiele. Dreimal Asien, das wollte der Scheich verhindern. Sein Plan: Madrid sollte die Spiele bekommen, dann wäre der Weg freier für Kuwait. Dieser Plan ist gescheitert, dreimal Asien reicht den Sportfunktionären, die nächsten Olympischen Spiele gehen nach Europa oder Amerika.

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Bach, der Diplomat, schweigt

Was das mit Bach zu tun hat? Bach und der Scheich gelten als Vertraute. Ahmed Al-Sabah hat genau diesen Umstand mehrfach betont. Bach schweigt dazu. Er ist ein Diplomat, der die Fäden lieber still hinter den Kulissen zieht.

Aber er hat seine Verbündeten vor der Präsidenten-Wahl mit Sicherheit in Stellung gebracht. Wenn nun einer der wichtigsten Verbündeten bei der Wahl zur Ausrichter-Stadt seinen Kandidaten nicht durchbringt, kann Bach das nicht freuen. Wahrscheinlich wird er vor der Wahl am Dienstag nun ein wenig schlechter schlafen als eigentlich vorgesehen.

Ralf Birkhan

Kommentare
10.09.2013
09:05
Warum Olympia 2020 in Tokio für Thomas Bach brisant ist
von Jakobskaffee | #3

Alles lupenreine Demokraten... Danke für den Kommentar, der durchaus Fakten enthält. Die letzten Sommerspiele in Nordamerika waren 1996. Ich gehe schwer davon aus, dass sich ESPN und CocaCola wieder zeitnah um Spiele in Nordamerika bemühen werden. Denkbar wäre für 2024 oder 2028 ja auch eine Bewerbung einer Stadt aus Afrika (vielleicht Johannesburg). Das würde neuerliche Spiele in Asien möglicherweise auch nochmals verschieben. Aber der Thommy und sein Scheich werden es vermutlich schon zu richten wissen...

09.09.2013
17:20
Warum Olympia 2020 in Tokio für Thomas Bach brisant ist
von calibraturbo | #2

Sehr guter Kommentar. So und nicht anders funktioniert das IOC (was übrigens genauso für FIFA und UEFA gilt). Wie fein versponnen die Fäden hinter den Kulissen gezogen werden, macht einige auf den ersten Blick seltsam anmutende Vergabeentscheidungen auch für Otto Normalverbraucher im Nachhinein verständlich. Für die meisten Ottos jedenfalls. Die anderen werden sich auch in Zukunft über ihrer Meinung nach merkwürdige Austragungsorte ereifern.

09.09.2013
15:02
Warum Olympia 2020 in Tokio für Thomas Bach brisant ist
von lemonbutter | #1

Super Kommentar alles Annahmen, keine Fakten frei nach dem Motto wir streuen mal ein paar Gerüchte.

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http://www.derwesten.de/meinung/warum-tokio-fuer-bach-brisant-ist-id8416579.html
2013-09-08 18:39
Thomas Bach, Olympia, Präsidentschaftskandidat, IOC, Tokio, 2020,
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