Warum die Kanzlerin eine neue Ministerin braucht
14.10.2012 | 18:05 Uhr 2012-10-14T18:05:00+0200
Berlin. Bei Guttenberg hatte Merkel noch erklärt, sie habe ihn als Minister bestellt, nicht als wissenschaftlichen Assistenten. Bei der Bildungsministerin ist so viel Lässigkeit nicht möglich. Die Kanzlerin sollte sich schon mal nach einer neuen Ministerin umsehen. Ein Kommentar.
Als der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg wegen seiner erschummelten Doktorarbeit unter Druck geriet, fällte Annette Schavan als erste Kabinettskollegin ein vernichtendes Urteil: Sie schäme sich für seine Plagiate nicht nur heimlich. Das harte Wort fällt nun auf die Bildungsministerin zurück, nachdem sich ihre eigene Plagiatsaffäre zuspitzt . Guttenberg musste bekanntermaßen zurücktreten, ob Schavan das gleiche Schicksal ereilt, ist noch offen. Einiges spricht aber schon jetzt dafür, dass die Ministerin nicht zu halten ist.
Annette Schavan (CDU) gerät wegen ihrer Doktorarbeit zunehmend unter Druck. Ein Gutachter der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität wirft der Bundesbildungsministerin einem Bericht zufolge "eine leitende Täuschungsabsicht" vor. Schavan räumte allenfalls kleinere Fehler ein.
Gewiss, ihr Fall liegt deutlich anders als der des plump-dreisten Plagiators Guttenberg, der Verdacht ist für sich gesehen auch weniger gravierend. Aber Schavan ist auch viel verletzlicher als der Verteidigungsminister, für sie gelten andere Maßstäbe: Denn sie trägt in ihrem Amt eine besondere Verantwortung für den Ruf von Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Die Hochschulen haben nach den jüngsten Plagiatsaffären alle Mühe, den Reputationsverlust wieder auszugleichen. Vor diesem Hintergrund ist der Vorwurf einer leitenden Täuschungsabsicht – erhoben von einem Wissenschaftler, nicht von einem Plagiatsjäger – für die Bildungsministerin vernichtend.
Wenn Schavan ihren Doktortitel verliert , ist ihr Rücktritt zwingend. Aber selbst wenn sie am Ende mit einem blauen Auge davon kommt, ist schwer vorstellbar, wie sie mit dem Makel einer Täuschung noch glaubwürdig als Ministerin agieren kann.
Bei Guttenberg hatte Merkel noch erklärt, sie habe ihn als Minister bestellt, nicht als wissenschaftlichen Assistenten. Bei der Bildungsministerin ist so viel Lässigkeit nicht möglich. Die Kanzlerin sollte sich schon mal nach einer neuen Ministerin umsehen.
14:08
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11:48
Und wieder wird unbekümmert vorverurteilt. Deutschland, Deine Meinungsmache...
11:31
Broncezeit | #12-2
das sind die auswirkungen vom spenden einsammler (kanzler) kohl und augenbraue theo,
schon vergessen???.
11:29
Wenn Frau Schavan sich einer relevanten Täuschung bewusst wäre, hätte sie doch sicherlich nicht bei Guttenberg so auf den Tisch gehauen, sondern eher weniger empört reagiert. Wenn doch, war das evtl. eine Flucht nach vorne, ok. Aber schon etwas auffällig.
Interessant aber die Reaktionen der Wähler, die anscheinend teilweise in einem rot-grünen Wahlsieg die Heilung von allen aktuellenProblemen sehen.
Auf einmal werden im Herbst 2013 natürlich Lichtgestalten mit Heiligenschein(und vorsichtshalber ohne Doktortitel) an die Macht kommen, wenn der Bürger wie erwartet Schwarz-Gelb abgewatscht hat :-))
Die Löhne werden steigen, die Umwelt wird kostenfrei geschont, die Verbraucher werden von vielen Kosten entlastet, und bekommen ganz dolle viel Geschenke.
Alles wird besser, schöner, strahlender, wenn die jetzige Regierung abgewählt wird, denn Rot-Grün kennt das Geheimnis der wundersamen Geldvermehrung ...
Und dann regnet es von unten nach oben, denn das steht ja in den Wahlversprechen.
"Wenn Frau Schavan sich einer relevanten Täuschung bewusst wäre, hätte sie doch sicherlich nicht bei Guttenberg so auf den Tisch gehauen, sondern eher weniger empört reagiert"
Wer sagt denn, das Politiker nachdenken, bevor sie reden? Döring z.B. wirft ja auch Dreck nach Steinbrück ohne groß über seine eigenen Nebentätigkeiten nach zu denken. Ebenso einige andere Politiker aus CDU und FDP. Hofft man, dass der Schuss nicht nach hinten losgehen könnte?
11:27
Doktorarbeit? Wer braucht die eigendlich noch?
Für die meisten ist es doch nur der Titel mit dem nan sich schmückt um mehr ansehen zuhaben und ggf. das Gehalt etwas höher ausfällt.
11:11
Aus dem Lebenslauf Annette Schavans:
Studium der Erziehungswissenschaft, der PHILOSOPHIE und der KATHOLISCHEN THEOLOGIE, das sie mit der Promotion in Erziehungswissenschaften an der Universität Düsseldorf über "PERSON UND GEWISSEN – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger GEWISSENSBILDUNG" beendete.
Für jemanden, der auszog, Weisheit und Wahrheit zu suchen und zu finden, scheint sie an der Universität ja nicht viel gelernt zu haben, was sich sicherlich auch in ihrer Dissertation niederschlug. Die Vorwürfe sind daher sicherlich berechtigt.
11:08
Es sollten mal alle Doktortitel der Politiker auf den Prüfstand. Merkel braucht allerding keine neue Ministerin, sondern Deutschland brauch eine neue Kanzlerin oder einen neuen Kanzer. Es ist doch schon merkwürdig, wie betrügerisch die Menschen sind, die einer christlichen Partei angehören. Und das bei denen alles abgestritten wird ist auch hinreichend bekannt.
Das ist die Stärke der "Unchristlichen"! Leider.
10:49
Erst gar keinen Doktor-Titel zu haben, ist für ein Regierungsmitglied schon eine Überlebensgarantie.
Merkel hat auch promoviert....
sollte auch mal überprüft werden ,sie kommt aus der kaderschniede.
10:43
Wie lange ist die gute Frau schon im Besitz des Titels ? Nicht erst seit gestern ..
Urplötzlich, weil intern wohl was im argen liegt, tauchen nun nach Jahren solche Vorwürfe auf um diese Person raus zu drängen. Ich frage mich, wird für angehende Politiker die Arbeit einfach abgesegnet ohne sie durchgelesen zu haben ?
Grade weil sich diese Vorwürfe in letzter Zeit unnatürlich Häufen...
10:38
Warum muß die Neuplatzierung im Bildungsministerium wegen dem Plagiatsverdacht eine Frau bzw. Ministerin sein? Das kann ich in einer offenen Demokratie nicht ganz nachvollziehen!? Der Vorfall selbst muß geklärt werden keine Frage. Soll ich so langsam die Emanzipation als Mehrberechtigung verstehen oder Abschaffung der Männer aus den Führungsebenen?
Zum Beispiel viele politischen Frauen wie von der Leyen zeigen uns lediglich, dass sie der üblen Männerdomäne wie sozialen Kälte konkurrenzlos mithallten gar übertreffen können.
Ich wünschte, wir würden uns mehr auf den qualitativen Hintergrund der Bewerber konzentrieren, da würde eher eine gerechte Statistik zwischen Männlein & Faulein, ob nun mit Handicap oder Migrationshintergrund oder Co , sich entwickeln. Ehrlich, nichts ist schlimmer als eine Quoten-orientierte Situation aufzubauen, siehe Fernsehen, mehr albern und schädlich auf vielen Ebenen. Irgendwie will kein Journalist das wahre Problem aufdecken und diskutiueren wie wachrütteln.