Waldbauern sind nicht die Plünderer der Natur

Der Raufußkauz. Im Märkischen Kreis ist sein Ruf zu hören. Ob er ein possierlicher Vogel ist, wir wissen es nicht. Zu selten lässt er sich blicken. Auf jeden Fall ist er schützenswert. So wie der Feuersalamander, der sich im Ennepe-Ruhr-Kreis gelegentlich zeigt. Wechseln wir von der Fauna in die Flora. Im Kreis Olpe ist der Naturfreund begeistert vom Tannenbärlapp, im Kreis Siegen-Wittgenstein macht Arnika vermehrt von sich reden. Kurzum, es gibt eine Reihe seltener und gefährdeter Tiere und Pflanzen vor unserer Haustür. Umweltminister Johannes Remmel will sie alle schützen.

Ein ehrenwertes Vorhaben. Wer will ihm widersprechen, wenn es um den Erhalt der Schöpfung geht? Die Waldbauern. Sie sind auf dem Baum. Sie haben die Nase voll von den Rettern der Welt vom Rhein, von den Regulierern im grünen Mäntelchen. Warum? Im Umkehrschluss lesen sich die vom Kabinett verabschiedeten Eckpunkte des neuen Naturschutzgesetzes so, als ob die Waldbauern mit massiven Eingriffen den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt dramatisch beschneiden würden. Ist das so?

Jeder Waldbauer hat ein ureigenes Interesse daran, seinen Bestand nachhaltig zu bewirtschaften. Er wehrt sich vehement dagegen, von grünen Ideologen in Ketten gelegt zu werden. Mit einer Unzahl Vorschriften, Vorgaben und Einschränkungen wird die Wirtschaftlichkeit seines Betriebes in Gefahr gebracht. So, als sei in der Vergangenheit im Wald so ziemlich alles falsch gemacht worden. Wer will das glauben? Wenn Ideologen das Sagen haben, zu ihrem Gefolge gehören stets die nimmersatten Dokumentare, muss dem Waldbauern angst und bange werden. Er lebt schließlich von diesem natürlichen Schatz. Warum sollte er ihn selbst plündern?