Vorbehalte nicht ausgeräumt

In Deutschland herrscht beim Thema "Fracking" bei den meisten Menschen Angst vor unkalkulierbaren Trinkwasser- und Gesundheitsschäden.
In Deutschland herrscht beim Thema "Fracking" bei den meisten Menschen Angst vor unkalkulierbaren Trinkwasser- und Gesundheitsschäden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Fracking darf unter strengen Auflagen in Deutschland ab 2016 erprobt werden. Ein Kompromiss, mit dem fast alle unzufrieden sind.

Das Kabinett in Berlin hat beschlossen, dass Fracking unter strengen Auflagen in Deutschland ab 2016 erprobt werden darf. Ein Kompromiss, mit dem fast alle unzufrieden sind. Die Vorbehalte in der Bevölkerung gegen die durchaus sehr unterschiedlichen Fördermethoden unter dem Oberbegriff Fracking sind groß, gerade im bergbaugeprägten wie -geschädigten Ruhrgebiet.

Daran wird der vom Kabinett abgesegnete Kompromiss-Gesetzentwurf zu der umstrittenen Art der Gasförderung nichts ändern, im Gegenteil.

Die noch nicht verabschiedete gesetzliche Erlaubnis zur Erprobung von Fracking schiebt den Ländern die Entscheidung zu, und damit den Streit. Wer und wie über die Zulässigkeit von Probe-Fracking richtet, darüber dürfte lange gestritten werden. Am Ende vor Gericht.

Die grün-rote Landesregierung wird versuchen, ihre ablehnende Haltung gegenüber Fracking durchzusetzen. Für Trinkwassergewinnungs- wie Bergbaugebiete macht ihr das der Gesetzentwurf leicht.

Alles andere will die Mehrheit der Bevölkerung auch nicht.