Von begrenzter Haltbarkeit

Laut einer Umfrage wollen zwei Drittel der Deutschen nach den Katastrophen in asiatischen Textilfabriken Produkte meiden, die unter menschenunwürdigen Zuständen produziert wurden. Darüber nachzudenken lohnt sich.
Laut einer Umfrage wollen zwei Drittel der Deutschen nach den Katastrophen in asiatischen Textilfabriken Produkte meiden, die unter menschenunwürdigen Zuständen produziert wurden. Darüber nachzudenken lohnt sich.
Foto: Klaus Micke
Was wir bereits wissen
Wer wirklich umdenken will, muss bereit und finanziell dazu in der Lage sein, für seine Anziehsachen auf H&M, KiK, Primark und all die anderen Billigproduzenten zu verzichten. Darüber nachzudenken lohnt sich.

Laut einer Umfrage wollen zwei Drittel der Deutschen nach den Katastrophen in asiatischen Textilfabriken Produkte meiden, die unter menschenunwürdigen Zuständen produziert wurden. Was für ein Sinneswandel. Wahrscheinlicher ist leider, dass diese Vorsätze nur so lange vorhalten, bis das 4,99-Hemd zum zweiten Mal verwaschen aus der Maschine kommt und unbedingt ein neues her muss. Bei dem Verschleiß dürfen die Klamotten selbstverständlich nicht teuer sein.

Wer wirklich umdenken will, muss bereit und finanziell dazu in der Lage sein, für seine Anziehsachen auf H&M, KiK, Primark und all die anderen Billigproduzenten zu verzichten. Der muss sich vor dem Kauf informieren, woher die Ware kommt. Dann allerdings kann er sich in den meisten Fällen darauf verlassen, dass seine Kleidung länger hält und – vor allem – dass dafür kein Mensch ausgebeutet wurde. Darüber nachzudenken lohnt sich.