Vollrausch mit Folgen

Wer in der Ausnüchterungszelle landet, muss künftig vielleicht für den Polizeieinsatz zahlen.
Wer in der Ausnüchterungszelle landet, muss künftig vielleicht für den Polizeieinsatz zahlen.
Foto: FUNKE Foto Services
Auch NRW sollte für die Aufnahme einer hilflosen Person mit Vollrausch in der Ausnüchterungszelle einen Kostenbeitrag erheben.

Polizeieinsätze sind in der Regel gebührenfrei. Aus gutem Grund. Ein schneller Notruf kann Leben retten. Deshalb muss der Bürger sicher sein, dass er auch nach einer Fehleinschätzung der Lage später nicht für einen Fehlalarm zur Kasse gebeten wird.

Wird ein Polizeieinsatz missbräuchlich ausgelöst, muss ein ertappter Verursacher schon heute zahlen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern verzichtet NRW aber unverständlicherweise auf die Möglichkeit, auch für die Aufnahme einer hilflosen Person mit Vollrausch in der Ausnüchterungszelle einen Kostenbeitrag zu erheben.

In Zeiten, in denen an allen Ecken Polizeibeamte zum Schutz vor Straftaten fehlen, sollte die Landesregierung den Gebührenkatalog nach dem Verursacherprinzip erweitern. Selbst wenn viele Koma-Säufer kaum in der Lage sein werden, zu zahlen. Den Rest könnte eine Reinigungsgebühr von 750 Euro durchaus abschrecken.