Viel Konfliktpotenzial

32 Millionen Euro gibt das Land NRW aus, um die Flächen des Bochumer Opel-Werkes für die Vermarktung bereit zu machen.
32 Millionen Euro gibt das Land NRW aus, um die Flächen des Bochumer Opel-Werkes für die Vermarktung bereit zu machen.
Foto: Hans Blossey

Wer durch das Revier fährt, wird nicht mit bloßem Auge erkennen, dass der Region die Gewerbeflächen ausgehen. Brachen gibt es hier zuhauf. Eine zunehmende Zahl dieser Areale kann allerdings nicht genutzt werden, weil der Boden mit Altlasten verseucht ist oder wichtige Straßenanbindungen fehlen.

Diese und andere, auch politische Restriktionen verhindern inzwischen bei fast der Hälfte der potenziellen Gewerbeflächen, dass sie vermarktet werden können.

Das Problem ist erkannt. Jetzt müssen Lösungen her. Die Landesregierung kündigte am Mittwoch an, von ihren starren Planungsvorgaben abrücken zu wollen.

Anwohner mit ins Boot holen

Die berechtigte Forderung aus der Wirtschaft, den Restriktionen den Kampf anzusagen, birgt dennoch Konfliktpotenzial. Die Stadträte müssen die Planungen für ihre Flächen auf den Weg bringen und dabei auch betroffene Anwohner anhören.

Bei Ansiedlungsplänen von Industrie- und Logistikfirmen wird bei Bürgern nicht nur Jubel ausbrechen.