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Verantwortung, einfach mal so

30.12.2012 | 17:27 Uhr
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Verantwortung, einfach mal so
SPD-Kanzlerkandidat liefert zum Jahresabschluss ein hübsches Thema - die Frage nach der Parallelität von Verantwortung und Verdienst.

Da hat uns Peer Steinbrück ein hübsches Thema zum Abschied vom Jahr 2012 geschenkt: Gehalt und Gerechtigkeit, Leistung und Leidenschaft, Verdienst und Verantwortung. Damit lässt sich Silvester abendfüllend bestreiten, Kurzweil garantiert weil: a) Gehälter immer ungerecht sind und b) die Frage nach der Parallelität von Verantwortung und Verdienst zu eindimensional ist, als dass eine Diskussion zum Ergebnis führen könnte. So ist sie eben, die deutsche Mammon-Gesellschaft, jetzt auch mit Mammon-Kanzlerkandidat.

Wir wünschen Ihnen und uns 2013 andere Geschichten von Verantwortung. Wie die vom Busfahrer aus Duisburg, der ein 14-Jähriges Mädchen vor einem Gewalttäter schützte – ohne seinen Gehaltszettel aufs Gleichgewicht von Verantwortung und Verdienst geprüft zu haben. Zivilcourage, das Achten auf und von Nachbarn und Mitmenschen, ehrenamtliches Engagement – all das wird es 2013 zehntausendfach geben in Deutschland. Leistung ohne Gegenleistung aus Leidenschaft fürs Leben. Danke dafür! Hoffen wir, dass Debatten darüber, ob 18.000 Euro im Monat zu wenig sind fürs Kanzlersein, die Menschen nicht davon abhalten, Verantwortung zu tragen. Wir wünschen Ihnen ein gesundes und glückliches Jahr 2013.

Thomas Wels

Kommentare
02.01.2013
11:56
@5 Leute, die nach kurzen, knappen Antworten auf komplexere Fragen schreien,
von PressefreiheitistVerantwortung | #6

outen sich erstens als der komplexen Sinnentnahme und -verarbeitung als unfähig und bekommen zweitens irgendwann eine "Elite", deren einfache Lösungen auf komplexe Probleme nicht mit der Macht des Wortes oder der Intelligenz gelöst werden.
Bezüglich des von Ihnen verwendeten Tons in Ihrer Anfrage an mich und der rhetorischen Frage möchte ich Sie daran erinnern, dass Sie es sind, der gerade ein Kommunikationsgefälle aufzubauen versucht, wobei Sie sich am oberen Ende wähnen - ein klassisches Beispiel für "oberlehrerhaftes Verhalten". Die nun durch mich vorgenommene vorsichtige Verwendung (Anführungszeichen) des Begriffs erfolgt unbeschadet der guten Antwort #5-1 an Sie. Im übrigen verwende Sie "straight ahead" falsch. Das muss ich Ihnen leider anstreichen. "put sth straight" oder "put sth in a nutshell" kommt dem, was Sie sagen wollen am Nächsten. Womit wir bei dem sachlichen Einwand auf Ihre rhetorische Frage sind: Gute Argumente passen nicht immer in eine einzige Nussschale.

01.01.2013
09:03
@4-warum...
von mspoetnik | #5

...schaffen Sie es eigentlich nie,straight ahead auf den Punkt zu kommen?
Das hat sowas unangenehm oberlehrerhaftes.

1 Antwort
Muß Kritisches obelehrerhaft sein??
von sichau1 | #5-1

Es kann darauf gewettet werden: Wenn Kritisches nicht passt, dann kann es schnell als "oberlehrerhaft" abgewertet werden - und schon ist man fertig damit ....
Oder ist das Geschriebene einfach nur eine Projektion??

Verantwortung der Presse ist für unsere hoffentlich nicht "marktkonforme" Demokratie (das wäre Markt statt Demokratie!) ein sehr bedeutendes Thema und der Wels-Kommentar (nicht verwechseln mit dem mutigen Otto Wels!) gibt wahrhaft Anlass, diesen Aspekt zu thematisieren.

Wir haben beispielsweise mehr als genug wenig kritischen Mainstream-Jornalismus, problematischen Kampagnen-Jornalismus sowie lächerlichen Papageien-Jornalismus!

01.01.2013
05:01
P.S. Wer das original Interview liest, stellt fest, dass Steinbrück alles relevante sagt. er warnt sogar vor einer Gerechtigkeitsdebatte und einem eindimensinale Gehaltsvergleich.
von PressefreiheitistVerantwortung | #4

Aber das setzt eben Lesen und eine sogenannte Validitätsprüfung der Quellen, auf die man sich beruft, voraus. Der letzte Tag des Jahres war ein blamabler - für die Presse wie für einige Politiker. Beinahe würde ich ja sagen: Lesen bildet. aber diese Stereotyp gerät bei mir angesichts der WAZ-Berichterstattung in den unterschiedlichesten Bereichen arg ins Wanken. Das schlimmste daran: wie kann ich zukünftig den mir anvertrauten jungen Menschen, die später einmal die Elite unseres Landes sein werden, mit gutem Gewissen die Lektüre einer Tageszeitung empfehlen?

01.01.2013
04:52
Wir sollten an dieser Stelle DRINGLICHST über die Verantwortung der Presse reden. sie werden der Kehrseite der Pressefreiheit zu selten gerecht.
von PressefreiheitistVerantwortung | #3

Die Qualität Ihres Kommentars nochmals zu kommentieren, ist überflüssig, dazu hat mein Vorredner bereits alles relevante zutreffend festgestellt.
Ich habe ein paar wenige Fragen an Sie: In welchem Maße glauben Sie und ihre Zeitung, Verantwortung für unser Land zu übernehmen, wenn Sie permanent Stilaspekte -zumal selfbsterkorene -für wichtiger erachten denn Sachaspekte?
Wie drückt sich Ihre persönliche und die der Presse eigene Verantwortung gegenüber der Gesellschaft aus? Glauben Sie nicht, es wäre notwendig gewesen, zumindest irgendwo einmal den Wortlaut des mittlerweile in Unendlichkeit zerredeten Interviews anzudrucken?
Glauben Sie nicht, dass es verantwortungsvoller Journalismus ist- unbeschadet des Rechts auf Kommentierung/Interpretation/subjektiver Meinung - zunächst objektiv zu berichten, um anschließend ggf. kommentierend zu werten? usw.usf..
Verantwortung bei anderen zu hinterfragen ist ein Leichtes. Wie viel dürfen Sie verdienen angesichts Ihres Umgangs mit Verantwortung?

31.12.2012
11:17
Humanität, Zivilgesellschaft und Beruf - unterschiedliche Verantwortungen
von sichau1 | #2

Ein grottenschlechter Kommentar am letzten Tag des alten Jahres!
Da wird Humanität im Alltag, zivilgesellschaftliches Engagement sowie Beruf nebst Vergütung miteinander vermischt und teilweise gegeneinander ausgespielt!
Es ist doch überhaupt keine Frage, dass Humanität und Zivilcourage grundlegend für ein gutes gesellschaftliches Miteinander sind.
Zivilgesellschaftliches Engagement ist insgesamt für unser Leben wichtig. Beispiele seien die Telefonseelsorge und Amnesty International, aber auch Besuchsdienste und Selbsthilfegruppen.
Über berufliche Vergütung sollte speziell diskutiert werden: Vom Mindestlohn über Managervergütungen, Bundesligaprämien und Gehälter für Spitzenkräfte unseres Staates. - Allerdings ist es nicht ganz glücklich, wenn jemand, der an einem kurzen Abend 15000 € Vortragshonorar erzielt, ein Monatsgehalt von rund 17000 € hinterfragt. Politische Verantwortung konzentriert sich derzeit besser auf den Zusammenhalt in der Euro-Zone und wirksame Finanzmarktregulierung!

1 Antwort
Nicht nur Ihre funktionale Kritik am Artikel, auch ihre inhaltliche Ansichten überzeugend
von PressefreiheitistVerantwortung | #2-1

und sind ein wohltuend konstruktives Beispiel. Herzlichen Dank!

31.12.2012
11:09
Verantwortung, einfach mal so
von ulrics | #1

Welche Verantwortung trägt eigentlich ein Kanzler_in? Außer auf dem Wahlzettel muss er irgendwie dafür gerade stehen, wenn er etwas falsch macht?

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