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Varoufakis und die Eitelkeit im Amt

Foto-Shooting auf der Dachterrasse: Yanis Varoufakis ist in Bedrängnis.
Foto-Shooting auf der Dachterrasse: Yanis Varoufakis ist in Bedrängnis.
Foto: dpa

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis auf der Dachterrasse in Athens bestem Viertel: Mit einer Homestory hat sich der Politiker Ärger eingehandelt.

Italiens neuer Präsident Sergio Mattarella, ein etwas kauziger älterer Herr, überraschte seine Landsleute, als er mit Linienflugzeug und U-Bahn zu Terminen anreiste statt mit Sondermaschine oder Staatskarosse. Das brachte ihm neben Lob auch Kritik ein: etwas mehr Grandezza dürfe es schon sein.

Yanis Varoufakis, der linke griechisches Finanzminister, ließ sich von einem französischen Magazin als Bonvivant auf seiner Dachterrasse ins Bild rücken – während er wortgewaltig die Armut seiner Landsleute beklagte. Auch das kam daheim nicht wirklich gut an.

Als Politiker, so scheint es, kann man es nie recht machen. Doch was die Leute – zu Recht – nervt, ist Eitelkeit im Amt. Genau da liegt die Schwachstelle bei Varoufakis. Etwas Exzentrik schadet der Politik zwar nicht; doch wer auf der Terrasse die Bodenhaftung verliert, verdient nur ein Prädikat: abgehoben.

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