Studentenwerke

Übertriebene Gerechtigkeit

Campus Essen: Auf dem Schild links ist schon der neue Begriff "Studierendenwerk" zu lesen, rechts prangt noch groß das alte "Studentenwerk".
Campus Essen: Auf dem Schild links ist schon der neue Begriff "Studierendenwerk" zu lesen, rechts prangt noch groß das alte "Studentenwerk".
Foto: Sebastian Konopka

Student oder Studierender? StudentInnen? Studentinnen und Studenten? Mit dieser Wortklauberei kann man/frau sich beschäftigen, bis er/sie verzweifelt. Und das hört nicht mehr auf, das fängt gerade erst an. Es kommt der Tag, an dem Rewe und Edeka Studierendenfutter ins Regal stellen.

In einem Leitfaden zur Geschlechtergerechtigkeit der Uni Potsdam steht der Rat, die „vermännlichte Silbe man“ zu vermeiden. Mannomann! Der Hang zur Neutralität lässt lustige Experimente mit der Sprache zu. Frau könnte laut Leitfaden schreiben: TeilnehmerInnen oder Teilnehmer_innen oder Teilnehmer*innen. Das wäre möglich, aber es ist: Quatsch.

Die Zahl jener, die sich durch das Wort „Studentenwerk“ herabgesetzt fühlen, ist überschaubar. Die meisten dürften sagen: Ist mir doch egal, wie die heißen. Nichts gegen politische Korrektheit und Gerechtigkeitsstreben. Aber hier erreichen sie die Schwelle zum Absurden.

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