Überholtes über Bord werfen

Liest man die Absage der UNESCO-Kommission an die Gemeinschaft Historischer Schützen, wird klar: Gerade haben die Verantwortlichen eine schallende verbale Ohrfeige erhalten für ein überholtes Denken – so lange sie die christliche Grundlage ihres Brauchtums betonen und sich Schützen anderer Religionen nicht öffnen, können sie sich die Hoffnung aufs immaterielle Kulturerbe abschminken. Die Hardliner der Historischen Schützen wird es nicht anfechten im Streben nach Erhalt der alten Zeit. Dass sie ihrem Brauchtum, ihren Verbänden und Mitgliedern Schaden zufügen, werden sie nicht sehen wollen.


Schützenvereine leben soziales Engagement, sie bewahren und pflegen schützenswerte Traditionen. Die UNESCO-Absage würdigt diese Aspekte ausdrücklich: Zeit also, sich endlich auf seine Stärken zu besinnen, Einsicht zu zeigen und das Überholte über Bord zu werfen. Dann klappt’s auch mit dem Erbe...