Treffe ich Weselsky bei Nacht...

Die GDL hatte in dem komplizierten Tarifkonflikt ihre Mitglieder im vergangenen Jahr bereits sechs Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Die GDL hatte in dem komplizierten Tarifkonflikt ihre Mitglieder im vergangenen Jahr bereits sechs Mal zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Foto: Bernd Wüstneck

Bald also der siebte Streik. Sieht man es mit dem Sarkasmus des genervten Bahnkunden, dem das unwürdige Gezerre nur noch und zu recht auf den Sack geht, muss man in banger Erwartung fragen: Wie lange streiken sie wohl diesmal? Drei Tage? Oder doch gleich vier?

Und, nicht minder spannend, wie komme ich nur zur Arbeit? Was, auch dies regt die Phantasie an, würde ich mit Herrn Weselsky anstellen, träfe ich ihn spät abends allein auf einem spärlich beleuchteten Bahnsteig?

Fassen wir also zusammen, dass für diesen Tarifstreit keinerlei Verständnis mehr vorhanden ist. Stellen wir fest, dass die Spartengewerkschaft GDL den letzten Kredit bei den allermeisten verspielt haben dürfte, auch wenn die Bahn ihren Teil beiträgt.

Befürchten wir obendrein, dass die Stimmen noch lauter werden, die eine Beschneidung des Streikrechts fordern: Die Lokführer erweisen einem der höchsten Güter in unserer Arbeitswelt einen Bärendienst.