Teurer Kampf

MRSA-Keime sind in Krankenhäusern weit verbreitet.
MRSA-Keime sind in Krankenhäusern weit verbreitet.
Foto: Norbert Försterling/Archiv

Infektionen mit bakteriellen Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, sind eines der größten Probleme des Gesundheitswesens. Krankenhäuser sind ein idealer Umschlagplatz, weil hier unzählige Keimträger auf engem Raum aufeinandertreffen. Wird bei der Hygiene geschlampt, kann das fatale Folgen haben. Und auch wenn vergleichsweise nur ein winziger Bruchteil der Patienten erkrankt: Allein hier kann mit der Bekämpfung begonnen werden. Dass das geht, zeigen die Niederlande erfolgreich.

Drei Regeln versprechen Erfolg: 1.) Verantwortungsvolle Vergabe von Antibiotika. 2.) Konsequent umgesetzte Hygienemaßnahmen im Krankenhaus. 3.) Screening aller Patienten bei der Aufnahme. Das wird allerdings teuer. Ohne mehr Klinikpersonal geht es nicht. Außerdem kostet das Screening viel Geld. Geld, dass sich die Krankenkassen vom Patienten zurückholen würden. Die entscheidende Frage ist also: Was ist uns die ganze Sache wert?

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