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Strafvollzug macht sich lächerlich

07.06.2013 | 18:03 Uhr
Strafvollzug macht sich lächerlich
Werden Sicherheitsrichtlinien in der einen JVA laxer gehandhabt als in der anderen?Foto: Ingo Otto
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Minister Thomas Kutschaty sollte die Empörung über die jüngsten Vorkommnisse in der Bochumer JVA nicht als das erwartbare Geschrei der Opposition abtun. Will sich der NRW-Vollzug nicht lächerlich machen, darf die Bochumer „Falschmünzerei“ nicht Schule machen.

Die 37 NRW-Gefängnisse mit 40.000 Häftlingen bedeuten für jeden Justizminister ein Rücktrittsrisiko. Irgendwo passiert immer etwas, das sich negativ aufs allgemeine Sicherheitsempfinden und damit das Ansehen des obersten Dienstherrn auswirken kann. So hoch können die Mauern nicht sein, dass niemand mehr türmt.

Dennoch sollte Minister Thomas Kutschaty die Empörung über die jüngsten Vorkommnisse in der Bochumer JVA nicht als das erwartbare Geschrei der Opposition abtun.

Denn der billige Besuchermünzen-Trick, mit dem ein Häftling in die Freiheit spazieren konnte, wirft die grundsätzliche Frage auf: Werden Sicherheitsrichtlinien in der einen JVA laxer gehandhabt als in der anderen? Sind Führungs- und Aufsichtsstrukturen so, wie es die „clevere“ Kundschaft verlangt? Will sich der NRW-Vollzug nicht lächerlich machen, darf die Bochumer „Falschmünzerei“ nicht Schule machen.

Tobias Blasius

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