Sparen hilft nicht weiter

Was wir bereits wissen
Der 1. FC Köln geht gegen Hooligans vor. Nach dem Platzsturm von Mönchengladbach wird eine erste Fan-Gruppierung ausgeschlossen. Zudem will der Verein die Urheber in Regress nehmen - ein Kommentar:

Die Bilanz nach den Vorfällen in Mönchengladbach ist nicht gerade der blanke Horror. Zwei verhaftete Krawallmacher, ein verletzter Polizist. Das ist schon alles. Dass die Diskussion trotzdem so aufflammt, dürfte neben der Macht der Bilder offenbar damit zusammenhängen, dass es einen Überdruss gegenüber Gewalt gibt.

Ukraine, IS-Terrormiliz, Bootsflüchtlinge und Boko Haram – es ist zum Verzweifeln, und dann werden irgendwelche Einzeller partout nicht klug, kommen ständig daher und verderben uns auch noch die Freude an der schönsten Nebensache der Welt, dem Fußball. Spaß macht das nicht, und vielleicht kann man sogar nachvollziehen, dass manch einer darüber nachdenkt, den Dialog zu beenden und mit harter Hand durchzugreifen.

Erreichen wird man damit allerdings wenig, allenfalls dass sich eine Szene weiter ausgrenzt und zunehmend kriminalisiert. Es hilft alles nichts. Der Weg, der am ehesten Einsicht verheißt, ist, auf die Selbstreinigungskräfte der Anhänger zu setzen. Es gilt die vernünftigen Fans zu stärken. Dass dies nicht ohne Geld geht, dass die Klubs nach wie vor zu viel in Spieler und zu wenig in eine lebendige Fankultur investieren, dürfte in der Bundesliga leider ausnahmslos zutreffen.