Politik

Sparen als Anreiz für die Sicherheit

Der Autoversicherer HUK-Coburg will Kunden sogenannte Telematik-Tarife anbieten. Dabei sammelt ein Gerät im Auto Infos zum Fahrverhalten. Der Tarif wird dann unter Umständen günstiger.
Der Autoversicherer HUK-Coburg will Kunden sogenannte Telematik-Tarife anbieten. Dabei sammelt ein Gerät im Auto Infos zum Fahrverhalten. Der Tarif wird dann unter Umständen günstiger.
Foto: istock

Viele Unfälle mit Personen- und hohen Sachschäden entstehen, weil Autofahrer rasen und Kurven unterschätzen. Geschwindigkeitskontrollen können nur punktuell abschrecken.

Eine fest eingebaute Blackbox, der keine Sünde im Straßenverkehr entgeht, könnte ungestüme Pkw-Lenker schon disziplinieren. Zumal am Ende des Jahres eine Beitragsrückerstattung des Autoversicherers winkt, wenn man durch umsichtiges Fahren genügend Bonuspunkte gesammelt hat.

Eingriff in die Privatsphäre

Wie jede Überwachungstechnik greift auch die Telematik in die Privatsphäre der Menschen ein. Das Schreckgespenst des gläsernen Autofahrers zu beschwören, schießt aber über das Ziel hinaus.

Niemand wird gezwungen, sich eine Blackbox einbauen zu lassen. Und dass Daten über Geschwindigkeitsübertretungen auf Umwegen an die Polizei oder Kommunen gelangen, die Fahrer im Nachhinein zur Kasse bitten, ist eher unwahrscheinlich.

Anders als bei Krankenversicherungen geben Autofahrer Informationen preis, die weniger sensibel sind. Und so kann die Blackbox im Auto vielleicht doch dazu beitragen, dass der Straßenverkehr etwas sicherer wird.

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