Polizeiwaffen

Sorglosigkeit war gestern

In Wuppertal müssen Polizisten ab sofort permanent ihre Dienstwaffe tragen.
In Wuppertal müssen Polizisten ab sofort permanent ihre Dienstwaffe tragen.
Foto: Arne Dedert/Illustration

Konkrete Anschlagspläne gibt es offenbar derzeit nicht, aber allgemein ein erhöhtes Terror-Risiko in NRW. Niemand will es an die große Glocke hängen, aber Polizisten machen sich heute mehr Sorgen um ih­re eigene Sicherheit als früher.

Die neu eingeführte Pflicht in einigen Dienststellen, praktisch immer Waffe und Schutzweste zu tragen, hat natürlich etwas mit dieser wachsenden Verunsicherung zu tun.

Und nicht zufällig sollen alle Polizei-Spezialkräfte Westen bekommen, die sogar Schutz vor Schüssen aus Kriegswaffen bieten. Übertrieben ist das nicht. In Paris ist genau dieser Alptraum Wirklichkeit geworden.

Unsere Polizei will vorbereitet sein

Die Polizei stellt sich auf Begegnungen mit Gewalttätern ein, die skrupellos und mit klarer Tötungsabsicht handeln.

Sie hat es zunehmend mit Menschen zu tun, die unberechenbar sind und die Beamten als Vertreter eines liberalen Rechtsstaates verachten: religiöse Fanatiker, Neonazis, Hooligans, Rocker ... Mancherorts – zum Beispiel in Wuppertal – treffen Salafisten und Rechte aufeinander, was die Gemengelage noch viel komplizierter macht.

Die Verunsicherung der Polizisten ist auch unsere eigene. Die abstrakte Terrorgefahr verändert unser Denken, Sorglosigkeit war gestern.

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