Solides Etappen-Treffen

Während der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Hildesheim haben 66 Theologen und Bischöfe aus den 27 deutschen Bistümern beraten.
Während der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Hildesheim haben 66 Theologen und Bischöfe aus den 27 deutschen Bistümern beraten.
Foto: Holger Hollemann/dpa
Was wir bereits wissen
Die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Hildesheim könnte man als ein Etappen-Treffen umschreiben. Es standen mehr Verabredungen als Entscheidungen im Vordergrund, mehr Signalhaftes als Belastbares.

Die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Hildesheim könnte man als ein Etappen-Treffen umschreiben. Es standen mehr Verabredungen als Entscheidungen im Vordergrund, mehr Signalhaftes als Belastbares. Ein bunter Themenstrauß wurde gebunden - von der Asylpolitik bis zum digitalen Wandel, von der Finanztransparenz bis zur Familiensynode.

Kardinal Reinhard Marx, vor einem Jahr in Münster zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt, hat solide Arbeit als zielführender Moderator geleistet. Das war von seinen Amtsbrüdern auch so erwartet worden; genau deshalb und dafür haben sie ihn gewählt.

Aber Marx hat nicht nur den breiten Respekt unter den deutschen Bischöfen. Diese wissen natürlich um seinen hervorragend guten Draht zum Vatikan, zum Papst persönlich. Und dieser Draht ist im Laufe des letzten Jahres noch fester, noch vertrauensvoller geworden.

Mit ihrem durchaus charismatischen Vorsitzenden zeigt sich die deutsche Bischofskonferenz nach innen und außen gut und neuerlich selbstbewusst aufgestellt - zugleich aber durchaus geerdet und keineswegs abgehoben. Kardinal Marx hat jedenfalls die Richtung vorgegeben: „Wir müssen ganz von vorne beginnen und neu lernen, was der Glaube in der heutigen Zeit bedeutet.“