Sechs-Spiele-Sperre für Schalkes Huntelaar ist vertretbar

Wütender Abgang: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sah im Spiel gegen Hannover die Rote Karte.
Wütender Abgang: Schalke-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sah im Spiel gegen Hannover die Rote Karte.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Stürmer Klaas-Jan Huntelaar vom Bundesligisten FC Schalke 04 am Montag für sechs Meisterschaftsspiele gesperrt. Ein Kommentar.

Essen.. Die Partnerschaft zwischen Dekra und DFB besteht mittlerweile schon seit vielen, vielen Jahren – und die gemeinsame Botschaft lautet: Ohne Fairplay funktioniert der Fußball nicht, deshalb verdienen die Schiedsrichter jeden Respekt. Fußball-Fans kennen diese Werbung um Fairness aus unzähligen Anzeigen.

So wirbt die Dekra im aktuellen Hochglanzmagazin der DFL ganzseitig mit Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher: Hat 60 000 Kritiker, kennt 120 Seiten Regeln auswendig, trifft 200 Entscheidungen pro Spiel, liebt Fußball zu 100 Prozent, läuft zwölf Kilometer pro Partie – all das ist dort zu lesen.

Eine Leistung, so lautet das Fazit, die Respekt verdient. Dem kann man nur zustimmen. Und deshalb verdienen die Unparteiischen – gerade in der heutigen Zeit – auch einen besonderen Schutz. Wenn also jemand wie Schalkes Klaas-Jan Huntelaar hingeht, einen Gegner brutal von hinten umsäbelt und obendrein noch so dreist ist, dem Schiedsrichter einen Vogel zu zeigen, dann sind sechs Spiele Sperre eine vertretbare Strafe.

Eine Entschuldigung wäre angebracht

Und das sollte auch der FC Schalke so sehen und auf den angekündigten Einspruch verzichten. Nicht das aktuelle Urteil ist unfair – unfair waren, um es vorsichtig zu formulieren, allein die Attacken von Klaas-Jan Huntelaar, der jetzt gut beraten wäre, sich beim Unparteiischen zu entschuldigen. Das wäre eine angemessene Reaktion.