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Haushaltshilfen

Schwarzarbeit ist Alltag

24.09.2012 | 19:19 Uhr
Schwarzarbeit ist Alltag
In jedem zehnten Haushalt hat schon mal jemand "schwarz" gearbeitet - zum Beispiel als Putzfrau. Foto: Getty Images
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Mit Umfragen zu rechtswidrigem Verhalten ist es wie mit Umfragen zum Liebesleben: Die Ergebnisse sind oft mehr Wunsch als Wirklichkeit. Das dürfte auch für die Forsa-Befragung gelten, die jetzt ergab, dass in jedem zehnten deutschen Haushalt schon mal jemand „schwarz“ geputzt, die Kinder gehütet oder den Rasen gemäht hat. Im Umkehrschluss hieße das: Neun von zehn Haushalten schaffen alles allein, melden alles ordentlich an oder beschäftigen Mitarbeiter von Agenturen. Kaum zu glauben.

Die Praxis zeigt: In Familien mit zwei berufstätigen Eltern geht es oft nicht ohne bezahlte Helfer. Aber auch Ältere und Alleinstehende leisten sich Hilfe in Haus oder Garten. Und die Frage der Schuld? Schwarzarbeit ist ungesetzlich. Bei Unfällen kann es teuer werden.

Im Alltag stellen sich jedoch andere Fragen: Was tun, wenn die allseits beliebte Hilfskraft nur dann kommt, wenn es „schwarzes“ Geld gibt? Die Regierung möchte die steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfen verbessern. Das kostet zwar – doch am Ende kann das Modell legale Arbeitsplätze schaffen und sich auf diese Weise rechnen. Bedingung: Die Schwarzarbeiter müssten mitziehen.

Julia Emmrich

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26.09.2012
16:38
Schwarzarbeit ist Alltag
von woelly | #3

Was wäre eigentlicht los, wenn eine CD angeboten würde, mit den Namen aller derjenigen, die den Hanwerker, den Friseur, den Kfz Mechaniker, den Schlüsseldienst, den Gärtner, die Putzfrau, den Taxifahrer, den Hotelwirt usw. ohne Rechnung bezahlt, um die Mehrwertsteuer zu sparen? Einfach mal im eigenen Umfeld nachrechnen, was da so an Steuerhinterziehung zusammenkommt. Ob Hannelore und Onkel Walter sich dann auch so ins Zeug legen?

25.09.2012
12:51
Schwarzarbeit ist Alltag
von meinemeinungdazu | #2

Der Staat soll sich raushalten. Er vergeudet Steuern und Abgaben genug.

25.09.2012
10:22
Schwarzarbeit ist Alltag
von Juelicher | #1

Die Kommentatorin sollte sich als erstes der Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, derartige Gelegenheits- u. Bagatelltätigkeiten in Haushalt oder Garten einer Abgabenpflicht nebst Bürokratie zu unterwerfen. Die Haushalte sind in der Regel Normalverdiener oder Rentner, die ab u. an ein paar Stunden Hilfe benötigen, die Hilfen sind meist sozial schwächere Menschen, die wenige Euro Einkünfte dringend nötig haben. Beide Seiten haben kaum Interesse an einer "Legalisierung". Tun Sie hier nicht so, als wenn die kleinen Putzhilfen schwarz arbeiten wollten, der Auftraggeber aber ganz scharf auf Anmeldung wäre! Eine Überwachung dieses Marktes kann sowieso nicht gewährleistet werden, weil der Aufwand größer wäre als die läppischen Einnahmen. Angst vor Strafe braucht deshalb eigentlich niemand zu haben! Mir ist unklar, wieso die WAZ daraus überhaupt ein Thema macht und eine derartige Angstmacherei u. Kriminalisierung betreibt.

1 Antwort
Schwarzarbeit ist Alltag
von woelly | #1-1

Zigarettenschmuggel im kleinen Stil und der Schwarzverkauf wird auch bestraft.

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