Riskante Arbeitsteilung

Fast die Hälfte (47 Prozent) der Eltern wünschen sich laut einer neuen Studie eine Konstellation mit gleicher oder annähernd gleichen Arbeitszeiten.
Fast die Hälfte (47 Prozent) der Eltern wünschen sich laut einer neuen Studie eine Konstellation mit gleicher oder annähernd gleichen Arbeitszeiten.
Foto: Thinkstock
Was wir bereits wissen
Eine neue Studie zeigt: Es fehlt ein sicheres Familienmodell, das die Lasten, die Risiken und das Glück auf Mütter und Väter gleichmäißzg verteilt.

Werdende Eltern sind nicht weltfremd. Sie träumen von einem Leben mit zwei gut bezahlten 30-Stunden-Jobs, einer liebevollen Kita mit flexiblen Betreuungszeiten und einer verlässlichen Schule - doch sie sehen sich auch um und sehen oft das Gegenteil.

Wen wundert es da, dass sie nach der Geburt die traditionelle Strategie wählen: Derjenige, der besser verdient, bleibt im Job. Der andere kümmert sich um den Rest.

Der andere - das ist meistens die Frau. Viele verdienen schon deshalb weniger als ihre Männer, weil Frauen dazu neigen, sich Partner mit besserem Einkommen suchen. Hinzu kommt: Viele Frauen wollen unbedingt in den ersten Jahren viel Zeit mit ihren Kindern verbringen - koste es, was es wolle.

Ist das falsch? Es ist nicht falsch, aber es ist riskant. Bei einer Trennung stehen sie im Regen. Ein langfristig sicheres Familienmodell dagegen verteilt die Lasten, die Risiken und das Glück auf Mütter und Väter.