Reformen sind notwendig

Derzeit zahlen die meisten Versicherten einen Zusatzbeitrag von nur 0,9 Prozent des Bruttolohns. Bis 2019 könnte er auf das Doppelte steigen.
Derzeit zahlen die meisten Versicherten einen Zusatzbeitrag von nur 0,9 Prozent des Bruttolohns. Bis 2019 könnte er auf das Doppelte steigen.
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Das dumme an Reformen ist: sie kosten immer Geld. Im Idealfall stellt sich dafür langfristig eine Verbesserung ein. Und da sich die Große Koalition auf die Fahnen geschrieben hat, das Gesundheitssystem auf die strukturellen Veränderungen der Gesellschaft – Stichwort: demographischer Wandel – vorzubereiten, werden die Kassenbeiträge früher oder später zwangsläufig steigen.

Mal abgesehen von den üblichen Mehrausgaben für Arzneimittel, Ärzte und Kliniken sind vor allem der Umbau der ambulanten Versorgung, die Krankenhausreform sowie die Gesetze zur Stärkung der Prävention und zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung zu nennen.

Man mag an den einzelnen Vorhaben Schwächen und Konstruktionsfehler bemängeln, insgesamt zielen sie in die richtige Richtung. Ein kleiner Trost: Hätten die Kassen in den vergangenen Jahren nicht riesige Überschüsse erzielt, würden die Beiträge wohl noch deutlicher steigen.