Pipeline

Putins Rache trifft deutsche Firmen

Moskau ist weit entfernt. Doch die geografische Distanz täuscht. Die Eskapaden des Kreml-Herrschers Putin haben konkrete Auswirkungen: In Norddeutschland bleiben die Bauern wegen des Russland-Embargos auf ihren Kohl-Köpfen sitzen. In Mülheim stehen 700 Arbeitsplätze im Großrohr-Werk Europipe auf dem Spiel.

Der Vertrag ist glasklar: 450 000 Tonnen Rohre sollen die Mülheimer für die South-Stream-Pipeline fertigen, die Gas von Russland nach Südeuropa leitet. Der plötzliche Ausstieg Putins aus dem Projekt wirft alle Planungen über den Haufen. Es wird lange dauern, bis Gerichte diesen einmaligen Vorgang bewertet haben. So lange hat Europipe aber nicht Zeit, um das Auftragsloch zu stopfen. Das Problem wird nur politisch zu lösen sein. Putin will sich wegen der Wirtschaftssanktionen gegen sein Land an Europa rächen. Auf dem Rücken Hunderter deutscher Arbeitnehmer.

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