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Kanzlerkandidat

Peer Steinbrücks seltsame Fehler

05.04.2013 | 19:01 Uhr
Peer Steinbrücks seltsame Fehler
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wirbt für Toleranz gegenüber gläubigen Muslimen.Foto: dapd
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Wahrscheinlich verfolgt Peer Steinbrück für diesen Herbst einen anderen Plan als Bundeskanzler zu werden. Wie sollte man sonst solche Seltsamkeiten erklären wie seinen Vorschlag, muslimischen Mädchen und Jungen nicht gemeinsam Sport zu unterrichten, wenn das der religiöse Vater verlangt? Wie wäre es stattdessen, muslimischen Mädchen die Chance zu geben, sich von ihren vordemokratisch gesonnenen Erzeugern zu emanzipieren?

Wie sonst ist Steinbrücks Erklärung zu verstehen, er sei sich mit Frankreichs Staatspräsident einig, es müsse mehr getan werden gegen Steueroasen, als die deutsche Regierung wolle. Ausgerechnet Hollande! Der steht gerade mächtig unter Druck, weil sein Ex-Haushaltsminister ein solcher Steuersünder ist. In Frankreich gehört Hollande inzwischen auch wegen hohler Moral zu den unbeliebtesten Politikern.

Schließlich: War es nötig, den guten Brauch zu verletzen, vom Ausland aus keinen innenpolitischen Wahlkampf zu machen? Wer Gründe finden will für Steinbrücks wachsende Unbeliebtheit, muss jedenfalls nicht lange suchen.

Ulrich Reitz

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07.04.2013
16:03
Peer Steinbrücks seltsame Fehler
von michalek | #10


Über die nicht eingehaltenen Versprechungen und den hierzu scheibchenweise nach geschobenen Erklärungen über die Auswirkungen der Energiewende, Preissteigerungen und Abbau von Sozialleistungen der Regierung Merkel wird kaum berichtet, deshalb kann man dem in kürze anstehenden Fernsehduell mit Interesse entgegensehen.. Das Frau Merkel alle Probleme erst einmal aussitzt und sehr oft viel zu spät und daher zum Nachteil der Bürger reagiert hat wird ebenfalls nicht berichtet. Das ihre Abhängigkeit von der FDP ein großes Risiko bedeutet sollte vor der anstehenden Wahl auch einmal etwas breiter zur Diskussion gestellt werden.
Alle sollten sich jetzt auf die Wahlaussagen und die beabsichtigten Vorhaben von Steinbrück und Merkel konzentrieren. Nur diese Themen sollten entscheiden wen man wählen will oder nicht.Den wenigsten fällt auf das man in der Öffentlichkeit im Schwerpunkt über die Person Steinbrück und seinen angeblichen Verfehlungen berichtet und nur am Rande seine politischen Vorhaben

07.04.2013
13:15
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.04.2013
10:26
Peer Steinbrücks seltsame Fehler
von 2013witten | #8

Wenn ausgerechnet ein Verantwortlicher der WAZ über "seltsame Fehler" fabuliert, dann entbehrt das nicht einer gewissen Pikanterie.

Also los, Herr Reitz! Nehmen Sie sich mal die Zeit, einen Tag lang wirklich intensiv die Nase in Ihr eigenes Produkt zu stecken. Sie werden vermutlich ähnlich wie Ihre (Noch-)Leser begeistert sein von absurd sinnentstellten Überschriften, völlig unzutreffenden Bildunterschriften, primitiv zusammengeklebten "Teasern", Artikeln mit haarsträubender Grammatik und Interpunktion, Wochenend-Füllstoff auf Grundschulniveau, Fotos mit abgeschnittenen Köpfen ...

Ich könnte mühelos weitermachen, aber Sie haben die message bestimmt verstanden. Und wenn Sie wieder mal Gründe suchen lassen für die wachsende Unbeliebtheit Ihrer Blätter, dann bin ich gern behilflich. Fehler bei den anderen zu entdecken und sie mit Genuss auszuschlachten, ist aber vermutlich einfacher, oder?

07.04.2013
10:24
Eine gute und richtige Analys zu Herrn Steinbrück
von BrettBumms | #7

Ich bin richtig erstaunt, dass in "derWesten" auch mal auf ein paar Probleme hingewiesen wird.

Ich persönlich halte die Forderung Steinbrück nach getrenntem Unterricht für Muslima für einen absoluten Rückschritt in die Steinzeit der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Und das Steinbrück versucht mit Hilfe des angeschlagenen Hollande in Deutschland Innenpolitik zu machen ist definitv ein Fauxpas.

Daher finde ich diese Aussage von Herrn Reitz gut und richtig.

Vielleicht diese ungewohnt offene und ehrliche Kommentar es aber auch an den Gerüchten, dass Herr Reitz für die Chefredaktion des Spiegel ins Gespräch gebracht wurde?

06.04.2013
23:20
U. Reitz seltsam einseitige Verdrehungen
von extrablatt | #6

Um es vorweg zu sagen: Steinbrück ist nicht mein Mann. Trotzdem kann ich relativieren.
Man kann beim gemeinsamen Sportunterricht sehr wohl pro oder contra argumentieren. Reitz outet sich mal wieder als überzeugter Sozenhasser und Anhänger der Armutberichtfälscher und Hotelierbeglücker.
Auch bei Hollande vergisst er jegliche Objektivität und journalistische Unabhängigkeit.
Und zuletzt:
Welchen guten Brauch verletzt Steinbrück, wenn er vom Ausland aus auf Fragen deutsche Fehlpolitik kritisch beurteilt? Da hat Mutti mit G.W.Bush und Sarkotzy ganz andere Dinger abgezogen.
Herr Reitz, wie lange wollen Sie Ihre Stellung noch ausnutzen?

06.04.2013
16:22
Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von DoNo-74 | #5

Seltsam ist vor allem, was sich derWesten selbst in Überschriften für "Schriftsetzer"-Patzer leistet. Das sowas keiner sieht ist mir absolut unverständlich.

3 Antworten
Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von Pit01 | #5-1

#5 DoNo 74

Fällt mir auch auf. Aber wenn der Konzern viele Mitarbeiter abbaut, oder abgebaut hat, dann wird es klarer warum keiner mehr Zeit zum drüber sehen hat.

Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von Imaz | #5-2

# 5 Do No 74

Äh, hm. Entschuldigung.
Wenn man schon "Patzer" kritisiert, sollte man - - - - - -!)

Richtig muss es heißen:
Dass sowas keiner sieht, ist mir absolut unverständlich.

Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von DoNo-74 | #5-3

Richtig, Imaz - ich fühle mich ertappt! Allerdings bin ich auch keine Zeitungsredaktion ;-)

06.04.2013
14:43
Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von guentherschmalza | #4

Woher kommt immer wieder die Behauptung, Peer Steinbrück ahbe die Kompetenz in Finanz- und Wirtschaftsfragen ? In welcher Firma war er denn bisher tätig und hat Geld verdient ? Seine Rolle als Finanzminister war nicht sonderlich erfolgreich, er wußte über die Schuldenstaaten viel und hat nichts unternommen. Seine Rolle in NRW siehe WestLB
na bitte !

06.04.2013
10:54
Tja, Herr reitz, offensichtlich hat es Herr Steinbrück nicht nötig, sich dauernd anzubiedern
von SMcCullen | #3

und Dinge massengerecht aufzubereiten. Im Gensatz zu Ihnen und Ihrer Zunft ...

05.04.2013
22:51
Herr Reitz, zu dieser Erkenntnis sind Sie erst jetzt gekommen?
von AuroraBorealis | #2

Schauen Sie meine entsprechenden Kommentare von bereits vor Monaten an.
Schon damals habe ich entsprechend kommentiert, dass Steinbrück keinerlei Ambitionen auf den Job eines Bundeskanzlers verspürt. Steinbrück will sich durch den Status eines Kanzlerkandidaten nur den eigenen Marktwert erhöhen. Kurz vor der Wahl wird Steinrück die Brocken hinschmeißen und Steinmeier, der momentan wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint, taucht dann als der große "Erlöser" aus der Versenkung auf. Das sPD-Wahlvieh atmet erleichtert auf und wählt, wie üblich, die -S-ozialkahlschlag-P-artei-Deutschlands.
Das billige Theater ist von Anfang an schon so eingefädelt worden und sollte dem aufmerksamen Bürger ebenfalls schon vor Monaten aufgefallen sein.
Warum Ihnen erst jetzt?

Hollande soll zu den unbeliebtesten Politikern gehören?
Woher beziehen Sie diese Erkenntnis? Aus ebenfalls so dubiosen Berichten wie hier auf derwesten.de?
Von mir in Frankreich wohnende Verwandtschaft spricht da eindeutig anders!

1 Antwort
@AuroraBorealis
von Ondramon | #2-1

Siehe auch hier (Artikel + Kommentare!):

Lost In Europe - Der unabhängige EU-Blog aus Brüssel
Haut den Hollande!
http://tinyurl.com/co5xnup

05.04.2013
21:37
Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von Ondramon | #1

Naja, Herr Reitz, die Kanzlerin Ihre Liebe Frau Merkel hat ja während des französischen Wahlkampfs auch eindeutig Position für den damaligen Staatspräsidenten Sarkozy bezogen.

Wenn Sie mit Ihren Kommentaren so weitermachen, qualifizieren Sie sich entweder als Nachfolger von Franz Josef Wagner bei der BLÖD-Zeitung oder als Fußabtreter im Kanzleramt.

2 Antworten
Peer Steinbrücksseltsame Fehler
von extrablatt | #1-1

Der Chefredakteur sollte sich endlich zu dem bekennen was er in Wahrheit ist: Wahlkampfhelfer des Kapitals und seiner politischen Handlanger.

@extrablatt
von Ondramon | #1-2

Als gutverdienender Chefredakteur hat er wahrscheinlich auch einen Sack voll fauler Papiere besessen. Doch statt ihm die versprochene Gier-Rendite von 12% in Form stinkender Jauche vor die Haustür zu kippen, wurde ihm alles durch die Merkelschen Rettungsmaßnahmen auf Kosten der Allgemeinheit in einen stattlichen Batzen funkelnder Euromünzen umgewandelt. Da muß er sich schon erkenntlich zeigen; das ist Geben und Nehmen auf neoliberale Art. Auch ein tolles Geschäftsmodell. Aber für so etwas bin ich einfach zu blöd.

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