IT-Gipfel

Ohne Computer keine Zukunfts-Industrien

Der Standort NRW hat einen großen Vorteil: Hier gibt es gewachsene, prosperierende Industriebetriebe, und hier entwickelt sich die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im besonderen Maße. Beides zusammen ist die Wirtschaftsform der Zukunft.

Ohne computergesteuerte Technik wird in Zukunft in modernen Produktionsverfahren nichts mehr funktionieren. Zu einer grundsoliden Volkswirtschaft gehört aber nach wie vor der Faktor Produktion. Wie wahr die Redensart über Dienstleistungen: Es reicht eben nicht, wenn wir uns alle gegenseitig nur die Haare schneiden, es müssen auch Güter erzeugt werden.

Um diese Güter aber global konkurrenzfähig erzeugen zu können, bedarf es der Informations- und Kommunikationstechnologie. Hier hat NRW einiges zu bieten: 11 der 50 größten deutschen IKT-Unternehmen haben ihren Sitz in NRW, und rund 190 000 Menschen arbeiten hier in 23 000 Spezialfirmen.

Aber das ist erst der Anfang. Noch mehr müssen Industrie und moderne Technik miteinander verknüpft werden. Nur dann können wir Anschluss an die rasante Entwicklung halten, die in den USA ihren Anfang nahm und die längst in Ländern wie China und Indien angekommen ist und dort rasant weiterentwickelt wird.

Vor allen Dingen bedarf es dazu gut ausgebildeter junger Menschen. Überkommene Lehrmethoden an den Schulen müssen überarbeitet werden. Der Computer darf in keiner Klasse mehr fehlen.

An den Universitäten gilt es die Studenten nicht nur in Informationstechnologie auszubilden. Bereits hier sollten die Informationen für mögliche Start-up-Unternehmen gegeben werden – und auch wie diese möglicherweise finanziert werden können. Zudem muss die Verbindung zur Praxis stärker werden. Einige US-Universitäten haben regelrechte „Start-up-Höfe“, wo die Studenten ihre Ideen gleich einmal in die Praxis umsetzen können.

Der IT-Gipfel, der am Dienstag zum ersten Mal in NRW stattfand, ist ein Signal in Richtung Zukunft.

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