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Energiewende

Ökolust und Strompreisfrust

18.10.2012 | 19:04 Uhr
Ökolust und Strompreisfrust
Bauern profitieren von Biogasanlagen, Hauseigentümer von Solardächern. Aber Mieter und große Teile der Mittelschicht zahlen drauf.Foto: Lennart Preiss/dapd

Und wieder ein kleiner Strompreis-Schock: Nicht nur die Förderung für Sonnen- oder Windkraftwerke, sondern auch der Ausbau der Stromnetze treibt die Kosten für Verbraucher in die Höhe. Dass die Energiewende nicht zum Nulltarif erhältlich ist, liegt auf der Hand. Doch so manchen Bürger beschleicht mittlerweile der Verdacht, er alleine trage die Lasten des Atomausstiegs. Windpark-Investoren oder Netzbetreibern winken auskömmliche Renditen, Bauern profitieren von Biogasanlagen, Hauseigentümer von Solardächern. Selbst Hähnchenmastbetriebe genießen Vergünstigungen. Aber Mieter und große Teile der Mittelschicht zahlen drauf.

Wenn es nur einige Gewinner und viele Verlierer gibt, wird aus Ökolust purer Strompreisfrust. Das Jahrhundertprojekt Energiewende kann Akzeptanz bei den Bürgern finden. Doch zu viel ist im Moment zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht.

Ulf Meinke



Kommentare
17.10.2013
12:56
Ökolust und Strompreisfrust
von martinvoneylau | #2

Der Geburtsfehler im EEG liegt in der Nicht-Kalkulation von steigenden alternativen Strommengen. Das gesetzt wurde genau für den Moment seiner Geburt konzipiert, die von diesem Gesetzt zwangläufig erzeugten Folgen (mehr alternativer Strom) wurde nicht einkalkuliert einfach vergessen. Viel schlimmer finde ich die wahnsinnige Anzahl von Ausnahmen. Jeder der viel und mehr Strom verbraucht wird möglichst von der EEG Umlage ausgenommen und die fehlenden Einnahmen auf die normalen Verbraucher verteilt. Hurra, das ist echt geschickt. Ich habe in Effizienz investiert A++, LED-technik, kein Stand-by etc, meinen Stromverbrauch so erheblich reduziert und die Einsparungen investiere ich laufend in Anlagen die mit dem EEG gefördert werden. Es klappt.

19.10.2012
08:36
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