Nur eine Zwischenstation?

Wenigstens die Schlussphase dieser Saison darf man aus Stuttgarter Sicht einigermaßen gelungen nennen. Erst hat der Bundesligist mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft. Dann ist er auf elegante Weise den Betonfacharbeiter Huub Stevens losgeworden (der allerdings seinen Job als Team-Stabilisator hundertprozentig erfüllte). Nun ist die Rückkehr eines Trainers beschlossene Sache, mit dem die Schwaben immerhin ihren letzten Meistertitel feiern durften.

Schaut man sich den Markt der verfügbaren Übungsleiter an, erfüllt Armin Veh sicherlich am ehesten das Anforderungsprofil der VfB-Bosse. Der 53-Jährige steht für offensiven Fußball, er hat in seiner Frankfurter Zeit junge Spieler groß rausgebracht, der Mann hat Erfahrung und Charisma. Alles gut also im Ländle? Das wird sich zeigen. Denn Veh stand bei seinem ersten VfB-Gastspiel auch für gruselig-teure Kaderplanung (ein Beispiel: die Verpflichtung des dauerverletzten Bastürk), und als es nicht mehr rund lief, warf er schnell den Bettel hin.

Vielleicht ist Vehs Rückkehr auf die Trainerbank aber nur eine Zwischenstation auf dem Weg in Richtung VfB-Vorstand. Denn unumstritten ist sein Chef, Sportvorstand Fredi Bobic, in Stuttgart schon lange nicht. Wer weiß, ob beim VfB nicht auch auf dieser Position in absehbarer Zeit eine Stelle zu besetzen sein wird.