Hochschule

Noch nicht reif für die Karriere

Eine neue Studie der DIHK zeigt: Viele Firmen wünschen sich mehr Praxis im Bachelor-Studium.
Eine neue Studie der DIHK zeigt: Viele Firmen wünschen sich mehr Praxis im Bachelor-Studium.
Foto: dpa

Ist der Bachelor nichts wert? Bilden die Hochschulen Absolventen aus, die die Firmen gar nicht brauchen? Vorsicht ist angebracht bei Pauschalurteilen. Denn hinter der Kritik der Industrie- und Handelskammern an der Praxisferne des Bachelors darf auch eine politische Absicht vermutet werden. Immer mehr Studenten bedeutet: immer weniger Lehrlinge. Und das gefällt Teilen der Wirtschaft, insbesondere dem Handwerk, nicht.

Der wohl größte Nachteil der Bachelor-Absolventen ist ihr Alter. „Fehlende Reife“ wird ihnen vielfach attestiert. Dafür aber können die jungen Menschen nichts. Das ist die logische Folge verkürzter Schul- und Studienzeiten. Abi mit 18, Bachelor mit 21 – unter diesen Bedingungen müssen Unternehmen selbst „nachjustieren“, wenn sie Nachwuchs-Führungskräfte haben wollen.

Der beste Rat, den man Schulabgängern mit Hochschulreife unter diesen Umständen geben kann, ist: Betrachtet den Bachelor als Zwischenstation zum Master. Dieser höhere Abschluss gefällt sogar der kritischen Wirtschaft. Mit diesem Titel seid Ihr reif für den Beruf.