Noch nicht genug getan

Dreifache Überbelegung in Dortmund. Mal eben 350 zusätzliche Plätze in Hagen schaffen. Flüchtlinge in Jugendherbergen und in einem ehemaligen Vier-Sterne-Hotel: Die Beispiele zeigen, dass sich die Hoffnungen längst zerschlagen haben, dem Ansturm der Flüchtlinge in NRW auch nur halbwegs Herr werden zu können.

Das heißt nicht, dass die Flüchtlingspolitik und die großen Anstrengungen von Bund, Land und Städten per se gescheitert sind. Aber der betriebene Aufwand war schlicht nicht ausreichend, um den Menschen eine menschenwürdige Unterbringung zu ermöglichen. Die neuesten Zahlen des UN-Flüchtlingswerks zeigen, das sich in den nächsten Monaten daran rein gar nichts ändern wird, im Gegenteil. Die Flüchtlingsfrage bleibt angesichts der weiter furchtbaren Lage in den Herkunftsländern hoch dramatisch. Die Politik muss draufsatteln. Sonst wird die Situation viele Städte endgültig überfordern.