Nichts mehr zu verlieren

Bliebe Opel im Ruhrgebiet, würde sowohl die Marke als auch die Belegschaft gewinnen.
Bliebe Opel im Ruhrgebiet, würde sowohl die Marke als auch die Belegschaft gewinnen.
Foto: Caroline Seidel/dpa
Was wir bereits wissen
Ein verspätetes Ja zum Sanierungsplan hieße noch lange nicht, dass es weiter geht. Ob das Opel-Management bereit ist, seinen Schließungsbeschluss wieder zu kassieren, ist jedenfalls ungewiss.

Was ist schlimmer? Die Gewissheit, Weihnachten 2014 seinen Job zu verlieren oder eine neue Ungewissheit? Das können die Bochumer Opelaner nur selbst entscheiden. Ein verspätetes Ja zum Sanierungsplan hieße noch lange nicht, dass es weiter geht. Ob das Opel-Management bereit ist, seinen Schließungsbeschluss wieder zu kassieren, ist jedenfalls ungewiss.

Klar ist für die Bochumer aber eines: Zu verlieren haben sie nichts. Schlimmer als durch den Rauswurf 2014 kann es für sie nicht mehr kommen. Und wenn sie neu abstimmen, Opel das aber ignoriert, läge der schwarze Peter wenigstens da, wo er hingehört. Es sind schließlich immer noch Manager, die Werke schließen und nicht Gewerkschaften oder Politiker, die in Bochum zuletzt in Ungnade gefallen waren. Umgekehrt hat aber die Opel-Führung viel zu verlieren, zum Beispiel das Rest-Image einer bodenständigen heimischen Automarke. Bliebe Opel im Ruhrgebiet, würde sowohl die Marke als auch die Belegschaft gewinnen.