Kita-Schlichtung

Nicht mehr als eine Gehaltserhöhung

Bringt der Schlichterspruch die Tarifparteien bei ihrem Ringen um eine Einigung im Kita-Konflikt weiter?
Bringt der Schlichterspruch die Tarifparteien bei ihrem Ringen um eine Einigung im Kita-Konflikt weiter?
Foto: Julian Stratenschulte

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das Thema Kita-Streik durch. Vieles spricht dafür, dass dieser Schlichterspruch die Grundlage bilden kann für einen Tarifabschluss. Der Durchbruch ist „zum Greifen nahe“, wie es so schön heißt.

Vom Streik gestresste Eltern dürfen aufatmen.

Auf Gewerkschaftsseite braucht es wohl viel Zweckoptimismus, um die Vorschläge der eigenen Klientel als akzeptabel zu verkaufen. Zehn Prozent waren gefordert, die Wirklichkeit gibt rund drei Prozent her. Das ist realistisch, weil die kommunalen Arbeitgeber zum Sparen verdammt sind.

Das ist aber auch erbärmlich mickrig, wenn man bedenkt, um was es in diesem Konflikt eigentlich gehen sollte: die Aufwertung der Erzieher- und Sozialberufe.

„Wir haben viel Mund-Anerkennung erfahren“, sagte am Dienstag eine Essener Kita-Leiterin. Eine bittere Bilanz. Diverse Revier-Oberbürgermeister, sogar SPD-Chef Sigmar Gabriel, haben sich demonstrativ vor die Erzieherinnen gestellt („Sie verdienen mehr Wertschätzung“).

Aber hinter den Kulissen wird eben knallhart verhandelt, Solidaritätsbekundungen sind was für die Galerie. Zum baldigen Ende des Kita-Tarifkonflikts bleibt festzuhalten: Es wird Gehaltserhöhungen geben, aber keine echte Wertschätzung.

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