NRW-Wahlkreise

Neue Runde im Polit-Monopoly

Ralf Jäger will die Wahlkreise neu ordnen.
Ralf Jäger will die Wahlkreise neu ordnen.
Foto: dpa

Was die Wahlkreisreform leider nicht ist: Eine große Reform, die endlich Schluss macht mit dem aufgeblähten Landtag.

Wahlkreisgrenzen sind in NRW nie in Stein gegossen. Zu unterschiedlich ist die regionale Bevölkerungsentwicklung. Jede Neuordnung der Einflusssphären weckt parteipolitische Begehrlichkeiten. „Sichere Wahlkreise“, wie es so schön verräterisch heißt, stehen auf dem Spiel. Ob Innenminister Jäger mit der aktuellen Gesetzesreform wirklich einen Masterplan zur Zementierung von SPD-Hochburgen vorgelegt hat, wie die Opposition düster mutmaßt, sei dahingestellt.

Fast schwerer wiegt, was nicht geplant ist: Eine große Wahlkreisreform, die endlich Schluss macht mit dem aufgeblähten Landtag. Konzipiert und geografisch abgezirkelt von einer unabhängigen Expertenkommission.


128 Wahlkreise sind im Verhältnis zur Gesamtsitzzahl des Parlaments zu viele, Überhangmandate werden so zur teuren Regel. Statt einen schlanken, arbeitsfähigen Landtag zu entwerfen, ist die nächste Runde im Polit-Monopoly eröffnet.

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