Neue Hoffnung – teuer erkauft

Griechenlands neuer Finanzminister nimmt Glückwünsche entgegen - doch sind die Griechen wirklich der Gewinner nach der Einigung auf dem Krisengipfel?
Griechenlands neuer Finanzminister nimmt Glückwünsche entgegen - doch sind die Griechen wirklich der Gewinner nach der Einigung auf dem Krisengipfel?
Foto: Olivier Hoslet/epa

Das Ringen um eine Lösung in der Griechenland-Frage war zäh, vom Scheitern bedroht – und erfolgreich. Alle Beteiligten zahlen einen immensen Preis, viele weitere Milliarden, die dem Land wieder auf die Beine helfen sollen: Ob’s funktioniert?

Ein viertes Rettungspaket folgt oder doch ein Grexit? Wir haben eine Lösung und keine Lösung. Weil die Probleme der Griechen bleiben, womöglich sogar für immer, bestenfalls nur kleiner.

Immens war der Preis zudem, weil der Gedanke einer europäischen Union mit Partnern auf Augenhöhe massiven Schaden genommen hat – oder mehr noch sich als bloßer Trugschluss entlarvte.

Das Vertrauen bleibt auf der Strecke

Viel von dem wurde zerstört, was politische Gemeinschaften stark macht: Vertrauen. Auch Alexis Tsipras hat hart verhandelt bis zum Schluss, ehe er sich beugen musste. Die Griechen sind nun nicht mehr Herr im eigenen Haus. Auch wenn diese Einsicht schmerzt: Ohne diese Einigung wäre das Land im Chaos versunken.