Neue Gewaltspirale

Es setzt sich wieder einmal eine Gewaltspirale in Nahost in Gang. Erst Israels gezielte (und völkerrechtswidrige) Exekution eines iranischen Generals und von Hisbollah-Milizionären, jetzt die blutige Antwort der schiitischen Extremisten, die vermutlich wiederum nicht ohne israelische Antwort bleiben wird. Eigentlich dürfte keine der beiden Seiten Interesse an einer Eskalation haben, insbesondere nicht die Hisbollah, die in Syrien eingebunden ist. Sinn ergäbe nur: Israel hat vor, den Hisbollah-Protegé Iran zu unüberlegten Aktionen zu reizen, um die vorsichtige Annäherung Teherans an den Westen zu sabotieren. Das wäre ein gefährliches und verantwortungsloses Spiel. Die Freunde Israels müssen jetzt mäßigend auf Jerusalem einwirken. Sonst droht ein neuer großer Krieg.