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Mit viel Frust

14.10.2012 | 17:45 Uhr
Mit viel Frust
Für seine Frau Elke Buedenbender verzichtete Frank-Walter Steinmeier auf eine Kanzlerkandidatur.Foto: Jens Schlueter/dapd

Frank-Walter Steinmeier hat sich für seine Familie und gegen eine erneute Kanzlerkandidatur entschieden. Diese Entscheidung verdient Respekt. Punkt.

Aber es gibt noch eine andere Seite dieser Personalie. Die Art und Weise nämlich, wie Steinmeier mit seiner Absage die eigene Partei auf dem falschen Fuß erwischte, lässt mehr als erahnen, dass es in der angeblich so einigen Troika Gabriel-Steinmeier-Steinbrück so harmonisch dann doch nicht zuging.

Ohne Vorwarnung an die Genossen ließ Steinmeier die Information über seinen Verzicht gewissermaßen aus dem Hinterhalt an die Presse durchsickern. Das zeugt eher von reichlich Frust als von Harmonie und ist zudem eine Ohrfeige für Parteichef Sigmar Gabriel. Dessen Autorität in der SPD ist nun angekratzt.

Und Peer Steinbrück? Durch Steinmeiers Vorstoß ins kalte Wasser geschubst, muss der Kandidat nun hastig seine Wahlkampagne aus dem Boden stampfen – und erst einmal die skeptische Parteibasis von sich überzeugen. Nicht gerade ein Start nach Wunsch.

Walter Bau

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