Mit gutem Beispiel voran

Pöbeleien, Schlägereien und Attacken auf Schiedsrichter: In den vergangenen Monaten hat es immer wieder brutale Ausschreitungen im Amateurfußball gegeben.
Pöbeleien, Schlägereien und Attacken auf Schiedsrichter: In den vergangenen Monaten hat es immer wieder brutale Ausschreitungen im Amateurfußball gegeben.
Foto: Daniel Tomczak/Archiv

Nein, natürlich verkloppen sich nicht an jedem Wochenende auf den Fußballplätzen an Rhein und Ruhr Spieler, Gegenspieler und Zuschauer, bedrohen Funktionäre wahllos Schiedsrichter. Doch die Zahl der sogenannten Krawallspiele – übrigens bis in die Frauen- und Kinderspielklassen hinein – hat zweifellos zugenommen.

Wenn es auf dem Platz nicht mehr um die Freude am Spiel, um Anstand und Fairness geht, sondern nur noch ums Gewinnen um jeden Preis, wird’s unfair und oft brutal. Wenn dann noch ethnische und sogar religiöse Auseinandersetzungen in den wunderbaren Fußballsport hineingetragen werden, entsteht eine gefährliche Mischung.

Fußball muss ein Freizeitvergnügen bleiben

Also geht der Fußballverband Niederrhein durchaus mit gutem Beispiel voran: Auffällig gewordene Vereine sollen künftig mehr unter Beobachtung stehen, selbst Psycho-Kurse in der Kreisliga können als Hilfe angeboten werden. Funktioniert auch das nicht, bleiben Strafen und „lebenslange“ Sperren.

Auch zwischen Kleve und Duisburg, Moers und Essen ist der Fußball für viele Menschen ein fröhliches, unverzichtbares Freizeitvergnügen. Das muss so bleiben.