Das aktuelle Wetter NRW 13°C
CDU-Umfragehoch

Merkels Prozente

26.12.2012 | 18:56 Uhr
Empfehlen
Kommentare
Themenseiten

Süßer könnten die demoskopischen Glocken nicht klingen für die Union an diesem Weihnachtsfest: Neun Monate vor der Bundestagswahl bescheinigt ihr das Forsa-Institut, dass sie derzeit wieder an der magischen 40-Prozent-Marke kratzt. Jauchzet, frohlocket?

Tatsache ist: So gut haben die C-Parteien lange nicht mehr dagestanden. In einer bundesweiten Umfrage zuletzt im Frühjahr 2006. In einer Bundestagswahl zuletzt 1994. Man erinnert sich kaum noch.

Dabei sind „40 plus x“ lange die Maßeinheit gewesen für eine manierliche bundesdeutsche Volkspartei. Damals, als die Parteibindungen noch solide, die politischen Markenkerne intakt waren und auch das Getümmel in der politischen Arena sich in Grenzen hielt.

Längst haben sich Beobachter angewöhnt, „30 plus x“ als das neue Maß für die Schwergewichte in einem vielgestaltigeren und instabileren Parteiensystem zu betrachten. Die SPD erreicht derzeit nicht einmal das.

Und auch die Union hatte bislang anderen Gesprächsstoff als demoskopische Höhenflüge. Sie hat in diesem Jahr in mehreren Großstädten den Posten des Oberbürgermeisters eingebüßt - die bange Frage lautet: Ist sie für ein urbanes Publikum überhaupt noch wählbar?

Seit Jahren kommt ihr in einem Bundesland nach dem anderen die Regierungsführung abhanden. Das nächste Desaster droht in Niedersachsen, sollte dort der Koalitionspartner zerbröseln. Und was am Wahlabend mit „40 plus x“ anzufangen ist, wenn sich keine belastbare Regierungsmehrheit abzeichnet, ist noch eine offene Frage.

Was sich in der Demoskopen-Zahl spiegelt, ist nicht die Stärke der Union. Es ist der Zuspruch für Angela Merkel, in deren Euro-Krisenmanagement die Bürger, warum auch immer, geradezu vernarrt sind. Das genau aber ist das Problem der Volksparteien: Die Situationsbedingtheit und Instabilität politischer Vorlieben und Abneigungen. Kein Grund zum Aufatmen.

Winfried Dolderer

Facebook
Kommentare
27.12.2012
14:16
Merkels Prozente
von bloss-keine-Katsche | #3

"... der Zuspruch für Angela Merkel, in deren Euro-Krisenmanagement die Bürger, warum auch immer, geradezu vernarrt sind ..."
genau, weil die presse nichts schreibt darum gibts auch nur den "Merkelschen Erfolg".
Die Wiege für den "Erfolg" hat schon ROTGrUN gelegt, indem sie den Menschen idirekt n die Tasche griffen, (bis hin zur Einführung der Altersarmut für viele)
Merkel schiebt das öffentliche Vermögen nun auf die Konten der Reichen.
Seit KOhls Zeiten gibts eine Umverteilung von unten nach oben,
denen, die das Vermögen erwirtschaften, wirds genommen und den Parasiten in den Chef- und Banketagen gegeben.
Und die Medien schweigen!!!

27.12.2012
12:19
Merkels Prozente
von kadiya26 | #2

Mir gefällt Ihr Kommentar ausgesprochen gut, Herr Dolderer! Ich denke, Sie treffen ziemlich genau ins Schwarze.

27.12.2012
09:50
Merkels Prozente
von sapperlott | #1

Was soll denn dieses hohle Geschwätz? Haben Sie zu Hause nichts mehr zu melden, Herr Dolderer, dass Sie sich hier unqualifiziert ausbreiten müssen? Si tacuisses, philosophus mansisses.

1 Antwort
Jojo, hättest Du geschwiegen, wärest Du für klüger gehalten worden.
von nachdenken | #1-1

Wahrscheinlich das Asterix Latinum gemacht, wa?

Fotos und Videos
Ein Dorf im Heavy-Metal-Fieber
Bildgalerie
Wacken Open Air
Kämpfe in Nahost gehen weiter
Bildgalerie
Gaza-Konflikt
Aus dem Ressort
Die gefühlte Unsicherheit
Rettungswesen
Die Unbilden unseres Gesundheitswesens sind im Rettungswagen angekommen. Es ist in mehrfacher Hinsicht bedenklich, wenn ein Patient ohne akute Not den Rettungsdienst ruft – um so schneller in die Obhut eines Arztes zu gelangen. Es ist zu einfach, dieses Vorgehen ausschließlich deshalb anzuprangern,...
Mit gesunder Zuversicht in eine erfolgreiche Zukunft
Kommentar
Eine wirklich wohltuende Haltung, die sich da beim Südwestfalen-Symposium an der Siegener Universität präsentierte: Kein Jammern und Verzagen, Stattdessen Aufbruchstimmung, Verantwortungsbereitschaft und allenthalben eine spürbare Zukunftszuversicht.
Grüne bitten ihre Wähler zur Kasse
Parteitag
Einer der erfolgreichsten Grünen aller Zeiten, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, grätscht mit massiver Kritik an den Steuerplänen in den Parteitag.
Dem enttarnten Moralprediger Hoeneß bleibt nur der Rücktritt
Kommentar
Die Fallhöhe ist enorm: Der Doppelmoral überführt, steht Uli Hoeneß steht vor den Trümmern seiner Reputation. Von den Bayern-Fans als Seele des Klubs verehrt, kann er seinem Verein nur noch einen letzten Dienst erweisen: indem er zurücktritt. Ein Kommentar
Sekt oder Selters - die neue Maxime beim VfL Bochum
Kommentar
Wir müssen an dieser Stelle nicht die Frage diskutieren, ob Peter Neururer der richtige Mann am richtigen Fleck zum richtigen Zeitpunkt ist. Die Führung des VfL Bochum sah nach den jüngsten Niederlagen Handlungsbedarf und wollte nicht warten, bis der Zug ganz abgefahren ist. Ein Kommentar.
Weitere Nachrichten aus dem Ressort