Mehr Geld: das allein reicht nicht - von Ulf Meinke

Die Eurozone in Schieflage: Auch das neue Jahr beginnt für Währungshüter mit ernsten Sorgen: EZB-Präsident Draghi spricht von deutlich gestiegenen Risiken.
Die Eurozone in Schieflage: Auch das neue Jahr beginnt für Währungshüter mit ernsten Sorgen: EZB-Präsident Draghi spricht von deutlich gestiegenen Risiken.
Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv

EZB-Chef Draghi erhöht die Dosis: Mehr Geld soll es richten. Gerade im einst von Hyper-Inflationen geplagten Deutschland wird sein Kurs kritisch beäugt. Denn so recht ist nicht zu erkennen, dass die Geldpolitik von Europas Zentralbank Früchte trägt.

Augenfällig aber sind die unmittelbaren Folgen der Niedrigzins-Strategie: Sparen lohnt sich nicht mehr, viele Menschen bangen um ihre Altersvorsorge.

Ein paar nette Worte für Deutschlands Sparer findet Draghi, Aussicht auf Besserung bietet er nicht. Die Leitzinsen werden wohl noch auf absehbare Zeit niedrig sein, die Einbußen der Sparer entsprechend hoch. Der Druck, der auf Draghi lastet, ist groß.

Draghi allein kann Europas Probleme nicht lösen

Spekulationen über ein Auseinanderbrechen der Eurozone und die Rückkehr Griechenlands zur Drachme sorgen zudem nicht gerade für mehr Vertrauen in den Euro. Draghi allein kann Europas Probleme nicht lösen.

Wohlweislich lenkt der EZB-Chef den Blick auch auf die Regierungen, die seiner Ansicht nach nicht mit genügend Eifer Steuern senken, Bürokratie abbauen oder den Arbeitsmarkt flexibilisieren. Mit langfristigen Reformen tun sich die Regierungen schwer. Doch Herumdoktern reicht nicht.