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NSU-Prozess

Mehr Fingerspitzengefühl!

26.03.2013 | 18:23 Uhr
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Mehr Fingerspitzengefühl!
Wenn das Oberlandesgericht München wirklich will, kann es türkischen Medienvertretern einen festen Platz im Saal anbieten. Auch eine Simultanübertragung für alle angemeldeten Journalisten muss möglich sein.Foto: Michael Dalde/Reuters

Bei den internationalen Dimensionen, die der Prozess gegen die NSU angenommen hat, sollte das Gericht mehr Fingerspitzengefühl beweisen. Wenn es wirklich will, kann es türkische Medienvertretern einen festen Platz im Saal anbieten. Auch eine Simultanübertragung für alle angemeldeten Journalisten muss möglich sein.

Es geht in erster Linie darum, Beate Zschäpe und ihren mutmaßlichen NSU-Helfern zehn Morde nachzuweisen. Das wird schwer genug. Und natürlich sind Gesetze dafür da, um eingehalten zu werden. Wer wüsste das nicht besser als ein Jurist. Es verwundert also nicht, dass der Präsident des Oberlandesgerichts München bei der Vergabe von Presseplätzen für das NSU-Verfahren daran erinnert.

Nun sind Juristen in der Regel aber kluge Menschen. Sie sind in der Lage, große Zusammenhänge zu erkennen. Die Verantwortlichen in München offenbar nicht. Bei den internationalen Dimensionen, die der Prozess gegen die NSU angenommen hat, sollte das Gericht mehr Fingerspitzengefühl beweisen. Wenn es wirklich will, kann es türkische Medienvertretern einen festen Platz im Saal anbieten. Auch eine Simultanübertragung für alle angemeldeten Journalisten muss möglich sein. Zu einem „Schauprozess“ verkommt das Verfahren dann noch lange nicht.

Gregor Boldt

Kommentare
03.04.2013
13:19
Mehr Fingerspitzengefühl!
von JollyGreenGiant | #9

Das war mir doch sofort klar, das ein kritischer Kommentar, obgleich wohl formuliert und frei von persönlichen Angriffen entfernt wird. Das zeugt von einer gewissen Qualität und bestätigt nur meine Aussage, das objektive Meinungen hier nicht gewünscht sind. Wo kämen wir den auch hin, wenn jemand anderer Meinung wäre als Herr Boldt und dies auch noch öffentlich zugänglich macht.

27.03.2013
20:16
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Name von Moderation entfernt | #8

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27.03.2013
17:18
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von grubendol | #7

Juristen mögen kluge Leute sein; Journalisten in der Regel aber auch. Und in seiner Eigenschaft als kluger Journalist möchte sich Herr Boldt sicherlich mit dem §169 des Gerichtsverfassungsgesetzes auseinandersetzen, der Bild- und Tonaufnahmen "zum Zwecke der öffentlichen Vorführung" unmißverständlich verbietet. Das ist keine Frage des Willens oder des Fingerspitzengefühls. Wäre doch blöd, wenn nach 2 Jahren Verhandlung das Urteil wegen so eines Formfehlers angefochten werden könnte.

Über die Vergabemethode ist sicherlich zu diskutieren. Aber leider sind die Fronten zwischen dem Gericht, der Politik und der Presse mittlerweile so verhärtet, dass jedes Entgegenkommen des Gerichts einen Zweifel an seiner Unabhängigkeit (und damit eine Revisions) begründen würde.



27.03.2013
14:41
Mehr Fingerspitzengefühl!
von a_ha | #6

...sollte auch von türkischer Seite kommen. Ein kritischer Halbsatz zum eigenen Verhalten, dass man wohl zu spät dran war, dass man die Vergabe falsch eingeschätzt hatte, dass man fälschlicherweise an eine Reservierung geglaubt hatte - die meisten Deutschen hätten Verständnis dafür.
Aber erst nicht aus dem Quark kommen und dann Forderungen stellen mit unterschwelligen Beschuldigungen, das kann ich absolut nicht leiden.
Und sicher nicht nur ich.

27.03.2013
13:43
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Name von Moderation entfernt | #5

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27.03.2013
12:36
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von lespaul123 | #4

Genau so ist es !
Leider macht das OLG keine gute Figur in Sachen Peinlichkeiten vermeiden, die diese Mordserie von Anfang an begleitet, und mit Sicherheit dazu beigetragen haben die Schuldigen Nazis nicht viel früher Dingfest zu machen...... Es ist nicht mehr auszuhalten, wie sehr sich, zusammen mit den verantwortlichen Behörden, mittlerweile ganz Deutschland zur Lachnummer entwickelt ! Wenn es nicht so schlimm wäre, müsste man sich nur noch den Bauch vor Lachen halten. Armes, armes Deutschland.......sieht man übrigens auch an vielen dummen Kommentaren zu anderen Artikeln dieses Themas.

27.03.2013
12:29
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von a01mue | #3

recht so, wieder einmal laesst die bayerische jusitz jedes fingerspitzengefuehl vermissen. Seltsam nur, dass dies immer passiert, wenn es gegen nazis aller art geht. Gehts gegen linke, duerfen nazis sogar auf den gerichtsfluhren zeugen einschuechtern! deutschland im 21. jahrhundert.

27.03.2013
11:27
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Name von Moderation entfernt | #2

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27.03.2013
08:36
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Name von Moderation entfernt | #1

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2013-03-26 18:23
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