Mathe und Technik nicht gefragt - von Julia Emmrich

Wenn sich der Fachlehrermangel verschärft, wird es noch weniger Kinder geben, denen die Schule Lust auf Naturwissenschaften und Technik machen kann.
Wenn sich der Fachlehrermangel verschärft, wird es noch weniger Kinder geben, denen die Schule Lust auf Naturwissenschaften und Technik machen kann.
Foto: imago

Die Kanzlerin ist Physikerin, ihre Bildungsministerin hat Mathe studiert, die Familienministerin ist Finanzwirtin: Drei Frauen aus dem Osten, die damit leben müssen, dass es in Deutschland mit Mathe und Informatik, Technik und Naturwissenschaften nicht rund läuft.

Zu wenige Frauen, zu viele Studienabbrecher, zu wenige Fachlehrer. Nun droht eine Abwärtsspirale: Wenn sich der Fachlehrermangel verschärft, wird es noch weniger Kinder geben, denen die Schule Lust auf Naturwissenschaften und Technik machen kann.

Die Fachlehrer von heute prägen die Fachkräfte von morgen: Leidet der Unterricht durch den Lehrermangel, gibt es am Ende weniger ausbildungsreife Schulabgänger und einen immer schärferen Wettbewerb um jene Studenten, die nicht vorzeitig ihr Studium schmeißen.

Ein Wettbewerb, den jetzt schon eher die gut zahlenden Unternehmen gewinnen – und nicht der Staat und seine Schulen.

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