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Lehrer-Besoldung ist ungerecht

08.03.2013 | 17:24 Uhr
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Lehrer-Besoldung ist ungerecht
Die Reform der Lehrerbesoldung mag eine komplizierte Aufgabe sein. Aber kein Weg führt daran vorbei.Foto: Hannibal Hanschke/dpa

Tausende demonstrieren für satte Lohnzuwächse im öffentlichen Dienst. Lehrerverbände, die immer mehr Personal und immer mehr Gehalt fordern, machen das, was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Aber auch sie können nicht ignorieren, dass gespart werden muss. Allerdings ist die Schlagseite im Bezahlsystem Schule nicht zu übersehen.

Die Woche in Düsseldorf: Tausende demonstrieren für satte Lohnzuwächse im öffentlichen Dienst. Grundschullehrer wollen besser bezahlt werden. Der Finanzminister, unter dem Diktat der Schuldenbremse, denkt über Einschnitte bei Beamten nach. Mit anderen Worten: Der Staat hat kein Geld, soll es aber ausgeben.

Der fast chronische Mangel an Schulleitern wäre keiner mehr, wenn der Haushalt es hergeben würde. Aber die Verhältnisse sind nicht so. Lehrerverbände, die immer mehr Personal und immer mehr Gehalt fordern, machen das, was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Aber auch sie können nicht ignorieren, dass gespart werden muss.

Allerdings ist die Schlagseite im Bezahlsystem Schule nicht zu übersehen. Lehrer im Primarbereich machen einen Job, der keinen Vergleich scheuen muss mit den Kollegen an Gymnasien oder Realschulen. Sie sind engagiert. Sie haben es mit Kindern jeder Schicht und Nationalität zu tun. Aber sie werden schlechter bezahlt, auch als Rektoren.

Das ist ungerecht. Es muss korrigiert werden. Die Reform der Lehrerbesoldung mag eine komplizierte Aufgabe sein. Aber kein Weg führt daran vorbei.

Theo Schumacher

Kommentare
09.03.2013
11:05
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von SMcCullen | #1

Lieber Herr Schumacher, haben Sie in erwägung gezogen, dass für Schulleiter an Grundschulen die Leitungsfunktion vergleichsweise erheblichen Mehraufwand zu wenig Gehaltssteigerung bedeutet, während beispielsweise am Gymnasium der Mehraufwand für einen Schulleiter relativ geringer ist?
Gehen Sie doch mal drei Wochen mit mit einem Gymnasiallehrer, der zwei Korrekturfächer hat und überwiegend in der Oberstufe mit erheblichem Termindruck (feststehende Kalusur- und Prüfungstermine etc.) eingesetzt ist. Für drei Besoldungsstufen höher wird der gerne noch etwas mehr aber vielleicht anderen Stress aushalten.
Aus der gegenwärtigen Nachfolgenot an Grundschulen "elegant überzuleiten" auf die angeblich ungerechte Lehrerbezahlung zwischen den Schulformen allgemein - mit der Suggestion, dass Primarstufenlehrer zu wenig respektive andere zu viel hätten - ist mindestens kurzsichtig. Es gibt Lehrer, die sich abstufen lassen, um dem Gymnasialstress aus dem Weg zu gehen - trotz Einkommensverlust.

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