Lehrer-Besoldung ist ungerecht

Die Reform der Lehrerbesoldung mag eine komplizierte Aufgabe sein. Aber kein Weg führt daran vorbei.
Die Reform der Lehrerbesoldung mag eine komplizierte Aufgabe sein. Aber kein Weg führt daran vorbei.
Foto: Hannibal Hanschke/dpa
Was wir bereits wissen
Tausende demonstrieren für satte Lohnzuwächse im öffentlichen Dienst. Lehrerverbände, die immer mehr Personal und immer mehr Gehalt fordern, machen das, was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Aber auch sie können nicht ignorieren, dass gespart werden muss. Allerdings ist die Schlagseite im Bezahlsystem Schule nicht zu übersehen.

Die Woche in Düsseldorf: Tausende demonstrieren für satte Lohnzuwächse im öffentlichen Dienst. Grundschullehrer wollen besser bezahlt werden. Der Finanzminister, unter dem Diktat der Schuldenbremse, denkt über Einschnitte bei Beamten nach. Mit anderen Worten: Der Staat hat kein Geld, soll es aber ausgeben.

Der fast chronische Mangel an Schulleitern wäre keiner mehr, wenn der Haushalt es hergeben würde. Aber die Verhältnisse sind nicht so. Lehrerverbände, die immer mehr Personal und immer mehr Gehalt fordern, machen das, was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Aber auch sie können nicht ignorieren, dass gespart werden muss.

Allerdings ist die Schlagseite im Bezahlsystem Schule nicht zu übersehen. Lehrer im Primarbereich machen einen Job, der keinen Vergleich scheuen muss mit den Kollegen an Gymnasien oder Realschulen. Sie sind engagiert. Sie haben es mit Kindern jeder Schicht und Nationalität zu tun. Aber sie werden schlechter bezahlt, auch als Rektoren.

Das ist ungerecht. Es muss korrigiert werden. Die Reform der Lehrerbesoldung mag eine komplizierte Aufgabe sein. Aber kein Weg führt daran vorbei.